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Göttingen Göttinger Student kämpft für Tierrechte
Campus Göttingen Göttinger Student kämpft für Tierrechte
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00:17 24.07.2016
Quelle: r
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Göttingen

„Das ist utopisch“, weiß der Student, der seit Oktober in Göttingen lebt. Er setzt auf ein schrittweises Vorgehen. In den Schulen soll das Fach Empathie eingeführt werden, damit Schüler lernen, sich in Tiere hineinzuversetzen. Änderungen im Steuerrecht sollen die Gründung von Stiftungen begünstigen, die sich für das Tierwohl einsetzen. Die Stiftungen könnten Gnadenhöfe betreiben, in denen zum Beispiel Milchkühe ihren Lebensabend verbringen.

Mücher, der sich vegetarisch ernährt, will die Fleischtierhaltung langfristig unterbinden. Von Tierschutzgruppen, die Nutztiere befreien, distanziert sich der Autor. Die speziell gezüchteten Rassen seien in der freien Wildbahn nicht lebensfähig, erklärt er. Er sei auf dem Land in der Nähe von Emden aufgewachsen und wisse, wovon er spreche. Milchkuhhaltung lehnt der Student, im Gegensatz zu Veganern, nicht ab. Nichtstaatliche Organisationen sollten aber auf die Einhaltung des Tierwohls achten.

Der Student bekennt sich zur sozialen Marktwirtschaft. Sie sei die einzige Wirtschaftsform, die den Wohlstand für die breite Masse steigere. Das wiederum sei die Voraussetzung, dass Menschen den Tieren Rechte einräumten, argumentiert er. Mücher hat sein Manuskript bei acht Verlagen eingereicht. Er entschied sich für den Noel-Verlag aus Oberhausen, wo er nur das Lektorat seines Buches selbst zahlen musste. „Den Vertrag hat mein Vater ausgehandelt“, sagt er.

Jan Mücher: „Empathismus – Wenn das Tier als Individuum zählt.“ Noel-Verlag, 139 Seiten, 14,90 Euro.

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