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Göttingen Symposium zur Erinnerung an Günther Patzig
Campus Göttingen Symposium zur Erinnerung an Günther Patzig
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11:09 23.10.2018
Prof. Günther Patzig Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Patzig, emeritierter Ordinarius und ehemaliger Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und Experte für griechische Philosophie, für Logik und für Wissenschaftstheorie der Geisteswissenschaften, starb Anfang Februar dieses Jahres. 1963 bekam der Philosoph mit Faible für Aristoteles und Platon einen Ruf nach Göttingen, den der 1928 Geborene bis zu seiner Emeritierung innehatte. Gastprofessuren führten ihn nach Harvard und Berkeley.

Schwerpunkt von Patzigs Wirken waren stets die antike griechische Philosophie und die Arbeiten des deutschen Philosophen Gottlob Freges darüber. Zugleich erregte er in Deutschland Aufsehen, weil er sich zu aktuellen moralischen Problemen wie der Bioethik oder Themen wie Sterbehilfe, Tierversuche und Gentechnik äußerte – und dabei auch utilitaristische Positionen vertrat.

Während des Symposiums wollen sich Fachleute mit beiden Aspekten seines Wirkens befassen. Eröffnet wird die Veranstaltung am Freitag, 26. Oktober, um 9 Uhr mit einem Vortrag von Dorothea Frede über Leben und Werk Patzigs.

Im Anschluss referiert um 10 Uhr Ulrich Nortmann über „Empirische Beweise? Modellkonstruktionen bei Aristoteles“, bevor um 11.30 Uhr Holmer Steinfath über „Moral und Common Sense – Günther Patzigs Überlegungen zu den Grundlagen der Ethik und die Herausforderung des Relativismus‘“ spricht.

Am Nachmittag beginnt das Programm um 14.30 Uhr mit einem Vortrag von Bernd Ludwig über „Ethik ohne Metaphysik im Lichte von Kant“. Danachreferiert um 16 Uhr Thomas Sturm über „Rationalität an der Schnittstelle von Philosophie und Sozialwissenschaften“. Im Abendvortrag ab 18 Uhr spricht Dieter Birnbacher über Philosophie als öffentlichen Vernunftgebrauch.

Das Sonnabendprogramm leitet Wolfgang Carl mit einem Vortrag zu den Positionen von Frege und Wittgenstein zu „Philosophie als ein Kampf mit der Sprache“ ein, Beginn ist um 9.30 Uhr. Um 11 Uhr spricht Rainer Stuhlmann-Laeisz über Frege und die philosophischen Anwendungen der Logik, um 12.30 Uhr Christian Beyer über „Analytische Philosophie und und Husserlsche Phänomenologie“.

Der Abendvortrag findet statt im Historischen Bibliothekssaal der Paulinerkirche, Papendiek 14, alle anderen Vorträge in der Historischen Sternwarte, Geismar Landstr. 11.

Von Matthias Heinzel und Christoph Höland

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