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Göttingen Göttinger forscht zur Rolle des Prion-Proteins bei Alzheimer
Campus Göttingen Göttinger forscht zur Rolle des Prion-Proteins bei Alzheimer
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00:17 18.01.2013
Hirnaufnahmen: rechts das deutlich geschädigte Gehirn eines Alzheimer-Patienten. Quelle: dpa
Göttingen

Als PrPScrapie löst dieses Protein die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit aus. Schmitz will in dem von der Alzheimer-Forschung-Initiative (AFI) geförderten Projekt diesen komplexen Sachverhalt untersuchen. Hierbei arbeitet er mit genetisch veränderten Alzheimer-Mäusen, die kein PrPC herausbilden. Bei Alzheimer-Mäusen mit viel und wenig PrPC soll das Verhalten in unterschiedlichen standardisierten Tests zum Verhalten analysiert werden.

Matthias Schmitz

Bindeproteine identifizieren

Wie giftig das Beta-Amyloid tatsächlich wird, soll dabei anhand der kognitiven Leistungen der Tiere ermittelt werden. Die Menge an Beta-Amyloid und Eiweiß-Verklumpungen im Gehirn soll als zusätzlicher Indikator herangezogen werden. Zudem ist es Ziel des Biologen, neben PrPC weitere Bindeproteine zu identifizieren, die den Verlauf der Alzheimer-Krankheit beeinflussen könnten.

Die AFI unterstützt das Göttinger Forschungsprojekt bis 2014 mit 40  000 Euro. Damit stocke der gemeinnützige Verein seinen Forschungsetat für Projekte der aktuellen Förderungsrunde auf insgesamt 363    024 Euro auf, teilte AFI-Sprecherin Christine Kerzel am Dienstag mit. Bereits im Dezember 2012 hatte die Initiative die Finanzierung von sechs Alzheimer-Forschungsprojekten an den Universitäten Göttingen, Aachen, Bonn, Erlangen-Nürnberg und München bekannt gegeben. Die AFI ist nach eigenen Angaben der größte private Förderer von öffentlicher Alzheimer-Forschung in Deutschland.

alzheimer-forschung.de/forschung

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