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Campus Göttingen Göttinger erkunden Oxford
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15:07 03.12.2018
Zu Gast in Oxford: Busch, Oppermann, Quadt (von links). Quelle: r
Oxford/Göttingen

Drei Göttinger und einige Göttinger Studierende sind in der ehrwürdigen Universität Oxford zu Gast gewesen. Zum Gedenken an den Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz, der an beiden Universitäten wirkte, waren die Professoren Andreas Busch (Politik), Arnulf Quadt (Physik) und der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann in Großbritannien zu Gast. Oppermann war Festredner der Adam von Trott Memorial Lecture am Mansfield College.

Der Bundestagsvizepräsident sprach über „Germany, Britain and Europe: What Prospects?“ Neben den Auswirkungen des Brexits auf die EU und möglichen Szenarien nach dem tatsächlichen Austritt Großbritanniens betonte Oppermann die Deutsch-Britische-Freundschaft. „Das Gedenken an Adam von Trott zu Solz hat in Oxford bereits eine deutlich längere Tradition als in Göttingen und ist mit einer Vielzahl an Projekten in Forschung und Lehre verbunden”, erklärt Busch. „Der besondere Mut Adam von Trotts, politische Missstände aufzubrechen, und sein Wirken auf die heute existierende Gesellschaft fand in der Trott Lecture besondere Anerkennung und berührte das Publikum”, so die Göttinger.

Göttinger Studenten in Oxford. Quelle: r

Die Reise der Göttinger war Bestandteil des Kooperationsprojekts „Widerstand – Demokratie – Internationalität“ der Universität Göttingen und der Stiftung Adam von Trott, Imshausen. Im Anschluss an die Lecture waren die Studierendengruppe Busch ebenso wie die Delegation der Studienstiftung des Deutschen Volkes mit ihrem Vertrauensdozenten Quadt zum so genannten „Formal Dinner” geladen – ein gesellschaftliches Ereignis der Traditionsuniversität. Dabei bot sich für die geladenen Gäste am High Table die Chance, mit Thomas Oppermann ins Gespräch zu kommen. „Solche Formal Dinner gibt es bei uns mindestens einmal in der Woche“, so Franziska Brandmann, Stipendiaten der Stiftung Adam von Trott in Oxford. Alle deutschen Teilnehmer hielten sich streng an Dresscode „black tie“. „Sie mussten den Vergleich mit den Oxforder Studierenden keinesfalls scheuen”, findet Busch. Die Wahl der richtigen Kleidung sei natürlich ein großes Thema gewesen.

Göttinger Studenten erkunden Oxford

Die Studierenden erhielten während der Exkursion auch die Gelegenheit, während eines Seminars am Mansfield College die Chance, über Ursachen, Herausforderungen und Folgen des Brexits zu diskutieren. Vorträge hielten dazu der am Mansfield College emeritierte Prof. Michael Freedon sowie Dr. Paul Flather, Fellow des Mansfield College. „interessant und neu war dabei insbesondere die speziell britische Perspektive auf die Vorgänge”, teilen die Teilnehmerinnen Christine Lisa Ihnen und Mareike Misselhorn mit.

Den Göttingern blieb laut der Studierenden aber auch ein wenig Zeit, die historische Altstadt Oxfords zu erkunden. Besonders beliebt: auf den Spuren von Harry Potter verschiedenen Colleges besichtigen. „Außerdem erfolgte abends eine teilnehmende Beobachtung der britischen Pub-Kultur”, so die beiden Studentinnen.

Wichtig war nach ihrer Ansicht auch, dass die Studierenden des Instituts für Politikwissenschaft Freundschaften entwickelten, die sie über die Zeit in Oxford hinaus weiter zu pflegen wollen: „Begeistert von der britischen Universitätsstadt und den Impressionen im Sinne Adam von Trotts fiel uns die Heimreise nicht leicht.”

Von Britta Bielefeld/eb

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