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Gründungsberatung von Universität und PFH

Aussichtsreiche Idee Gründungsberatung von Universität und PFH

Stefan Baur, Pascal Ludwig und Malte Rojahn erhalten insgesamt 125 000 Euro Fördermittel aus dem Exist-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) für die Entwicklung ihrer innovativen Geschäftsidee. Unter dem Namen "swoopstr" arbeiten sie an einer Art Online-Flohmarkt für Tauschgeschäfte.

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Freude bei Gründern und Beratern (v.l.n.r.): Markus Bauer (Gründungsberatung PFH), Stefan Baur, Pascal Ludwig, Malte Rojahn (alle swoopstr) und Martin Stammann (Gründungsförderung Universität Göttingen).

Quelle: PFH

Göttingen. Seit Anfang März und für zwölf Monate läuft ihr Gründerstipendium, die schriftliche Zusage erhielten sie erst wenige Tage vorher. Ludwig (29) und Rojahn (26) sind Absolventen der Universität Göttingen, Baur (33) promoviert an der Universität Göttingen. Die Entwicklung ihres so genannten Ideenplans, der für den Stipendienantrag erforderlich ist, haben die Gründungsförderung der Universität und die Gründungsberatung der PFH Private Hochschule Göttingen gemeinschaftlich begleitet.

Im Gründungsinkubator "GO-E-LAB" des ZE Zentrums für Entrepreneurship der PFH haben die drei für die Startphase des Projekts ein Büro eingerichtet. "Die Bewilligung des Förderantrags ist ein Gütesiegel für das Konzept von swoopstr. Nur die aussichtsreichsten Ideen haben hier eine Chance", so Prof. Bernhard H. Vollmar, Leiter des ZE. „Mit swoopstr hat die Universität innerhalb von sechs Monaten bereits das zweite Exist-Gründerstipendium eingeworben“, freut sich Christina Qaim, Leiterin des Bereichs Wirtschaftskontakte, zu dem auch die universitäre Gründungsförderung gehört.

"Die Idee für unser Unternehmen entstand bei einem Gründerworkshop Ende 2014", berichtet Wirtschaftsjurist Ludwig. Gemeinsam mit Rojahn, der Wirtschaftsinformatik studiert hat, entwarf er dort ein grobes Konzept für eine Online-Plattform, auf der nichts verkauft, aber fast alles getauscht werden kann. Später stieß Baur, Doktorand der Mathematik, zum Team hinzu. Er ist bei swoopstr unter anderem für Algorithmen zuständig, die zukünftig den Nutzern ihrer Smartphone-App möglichst passgenaue Tauschvorschläge machen sollen.

Das Gründerstipendium sichert die drei in der schwierigen Startphase finanziell ab. Doch der Weg bis zum positiven Bescheid war lang. Monatelang feilten sie an ihrem Antrag, holten Professoren von Universität und PFH als Unterstützer ins Boot und tauschten sich mit anderen Gründern wie mit den Beratern der beiden Hochschulen aus. Prof. Ramin Yahyapour vom Institut für Informatik der Universität betreut das Projektteam als Mentor. Im August 2015 reichte die Universität das Konzept ein.

Nun können die drei für die nächsten zwölf Monate mit dem Gründerstipendium ihren Lebensunterhalt bestreiten und erhalten außerdem Fördergeld für Sachmittel und Mentoring. In dieser Zeit möchten sie das Unternehmen zur Marktreife bringen. Wie genau die Tauschbörse funktionieren wird, können die Gründer noch nicht verraten, um die Idee vor Nachahmern zu schützen. "Aber wir sind jetzt schon sehr neugierig darauf, unsere App mit Göttinger Studenten zu testen. Danach möchten wir sie bundesweit etablieren", so Jungunternehmer Rojahn.   eb

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