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Grünen-Politiker Trittin fordert Verlängerung

Salzborn-Professur Grünen-Politiker Trittin fordert Verlängerung

Der Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin hat die Präsidentin der Universität Göttingen aufgefordert, die Professur von Samuel Salzborn zu erhalten. In einem offenen Brief argumentiert der Grünen-Politiker mit der Bedeutung der Rechtsextremisforschung des Sozialwissenschaftlers.

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Jürgen Trittin (Grüne)

Quelle: dpa

Göttingen. "In Zeiten des derzeitigen aufgeheizten und beinahe radikalisierten Klimas hätte die Streichung der Professur für Rechtsextremismusforschung die denkbar schlechteste Signalwirkung", schreibt der Göttinger Abgeordnete in dem zweiseitigen Brief. Als ehemaliger Student der Sozialwissenschaften der Georg-August-Universität geht Trittin auf die Beliebtheit der Fakultät mit der höchsten Zahl an Einschreibungen an der Hochschule. "Prof. Dr. Salzborn erfreut sich sowohl bei den Studierenden und seinen Kollegen als auch über die Grenzen der Universität hinaus großen Ansehens und Beliebtheit. Er stellt mit seiner Forschung und Lehre unumstritten eine tragende Säule für den Studiengang Sozialwissenschaften dar", erklärt Trittin. Er erwähnt auch die noch im Dezember Salzborn vom Stiftungsrat der Universität verliehenen Preis in der Kategorie Wissenschaft und Öffentlichkeit für den vorbildlichen Transfer aktueller wissenschaftlicher Themen in eine breite Öffentlichkeit.

Offener Brief

Den offenen Brief von Jürgen Trittin können Sie hier als PDF herunterladen:

Offener Brief 444,25 kB

Trittin bittet in seinem Schreiben Präsidentin Prof. Ulrike Beisiegel abschließend eindringlich, die Entscheidung zu überdenken und die Salzborn-Professur an der Universität Göttingen zu erhalten.

Gegen die Nicht-Verlängerung der bis Mitte 2017 befristeten Salzborn-Stelle hat der Fachschaftsrat protestiert und die Entscheidung bekannt gemacht. Für Mittwoch hat der Fachschaftsrat eine Vollversammlung der Sozialwissenschaftlichen Fakultät einberufen. Um 18 Uhr beginnt sie im Zentralen Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben 5, Raum  104. Das Präsidium führte bisher die Gründe, die zur Ablehnung einer weiteren Anstellung Salzborns führten nicht aus. Die Fachschaft fordert sowohl eine Erklärung des Präsidiums als auch Informationen über das weitere Vorgehen zur geplanten Dokumentationsstelle zur Erforschung von Rechtsextremismus und Islamismus, die eng mit der Salzborn-Professur verbunden ist.

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Weitere Kritik an Nicht-Verlängerung der Salzborn-Professur

Der Protest von Göttinger Studierenden gegen die Nicht-Verlängerung der Stelle von Politikprofessor Samuel Salzborn, findet bundesweite und internationale Unterstützung. Auch der Dekan der Sozialwissenschaftlichen Fakultät distanziert sich von der Entscheidung des Präsidiums der Universität Göttingen.

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