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Guggenbühl: Denken macht schlau

Literaturherbst Guggenbühl: Denken macht schlau

Mit klugem und eigenständigem Denken hat sich Prof.  Allan Guggenbühl (Universität Bern) in seinem Buch „Die vergessene Klugheit“ beschäftigt. Beim 25. Göttinger Literaturherbst stellt es der Psychologe und analytische Psychotherapeut seiner Leserschaft vor.

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Allan Guggenbühl

Quelle: r

Göttingen. Selber Denken und auch mal Querdenken, das ist anstrengend und passt leider auch nicht besonders gut zu den Verhaltensmustern, mit denen wir Menschen uns den Alltag leichter machen, und wie wir miteinander kommunizieren. Welche psychologischen Fallstricke es da zu bedenken gibt, zeigt Guggenbühl anhand verschiedener Beispiele wie etwa der Hysterie nach der PISA-Studie und der oft nur scheinbar faktenbasierten Entscheidungsfindung in unserer Wissenschaftsgesellschaft. Dumm nur, dass aus diesem bequemen Denken häufig Fehlentscheidungen resultieren, die häufig erst spät oder gar zu spät bemerkt werden.

Wissenschaft beim Literaturherbst

Allan Guggenbühl stellt sein Buch "Die vergessene Klugheit" am Sonntag, 23. Oktober, in Göttingen vor. Weitere acht Forscher stellen ihre Arbeiten in der Vortragsreihe "Wissenschaft beim Göttinger Literaturherbst" vor. Die eröffnet am Freitag, 21. Oktober, auch den 25. Göttinger Literaturherbst mit der Lesung von Astrophysikerin Lisa Kaltenegger, die die Frage stellt, "Sind wir allein im Universum?". Die Wissenschaftsreihe wird organisiert und präsentiert von den Göttinger Max-Planck-Instituten. Deren Wissenschaftler wählen die Themen und Autoren aus, sie moderieren auch die Lesungen, die um 19 Uhr in der Paulinerkirche, Papendiek 14, beginnen. www.literaturherbst.com

Wie aber kann man es besser machen? Guggenbühl plädiert für das Zulassen und Wertschätzen unterschiedlicher, auch gegensätzlicher Meinungen. Selber Denken, gerne auch mal unangepasst, das macht schlau und klug – so die einfache und doch so schwer umzusetzende Anleitung.

Leider scheint bei diesem Buch am Korrekturlesen gespart worden. Auffällig viele Rechtschreibfehler, doppelte oder fehlende Worte auf gefühlt jeder dritten Seite – das tut zwar dem Inhalt keinen Abbruch, stört beim Lesen in dieser Häufigkeit aber schon.

Von Isabel Trzeciok

Allan Guggenbühl, Die vergessene Klugheit. Wie Normen uns am Denken hindern, Hogrefe Verlag (Berlin),  Seiten, 24,95 EUR.

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