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HAWK: Ministerin stützt Senatsentscheidung

Findungsverfahren für Präsidentschaft einleiten HAWK: Ministerin stützt Senatsentscheidung

Gabriele Heinen-Kljajic (Bündnis 90/Die Grünen), Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, will ein Findungsverfahren für die Nachfolge von Prof. Christiane Dienel einleiten. Der Senat der HAWK zog seine Empfehlung für eine zweite Amtszeit Dienel als Präsidentin der Hochschule jetzt zurück.

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Gabriele Heinen-Kljajic. 

Quelle: dpa

Hildesheim/Göttingen. „Mit dem Beschluss des Senats ist die Grundlage für eine Ernennung von Prof. Christiane Dienel zur Präsidentin für eine zweite Amtszeit ab dem 1. Januar 2017 entfallen“, erklärte Heinen-Kljajic. Selbstverständlich akzeptiere sie die Entscheidung des Senats.  Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Hochschule würden die weiteren Verfahrensschritte abstimmen, um sicherzustellen, dass die HAWK auch zukünftig gut aufgestellt sei. Dazu gehöre die Einleitung eines nach dem Niedersächsischen Hochschulgesetz vorgesehenen Findungsverfahrens.

Sowohl Senat als auch Hochschulrat haben noch für November weitere Sitzungstermine anberaumt. Zudem werde das Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Abstimmung mit der Hochschule die Handlungsfähigkeit des Präsidiums sicherstellen, so Heinen-Kljajic.

Angesichts anhaltender Kritik an der Bearbeitung der Antisemitismusvorwürfe gegen das Seminar an der HAWK hatte sich das Ministerium für Wissenschaft und Kultur im August dazu entschieden, ein unabhängiges Gutachten in Auftrag zu geben. „Eine abschließende Bewertung der Vorwürfe ist erst nach Abschluss dieses Gutachtens möglich, das am 15. November erwartet wird“, teilte die Ministerin mit.

Die HAWK war wegen des Seminars zur „Sozialen Lage der Juden in Palästina“, in dem Texte mit antisemitischem Gedankengut verwendet wurden, heftigen Angriffen ausgesetzt. Der Senat, der noch noch im Mai eine zweite Amtszeit Dienels empfohlen hatte, zog diese nun zurück, weil das Gremium den Eindruck gewonnen habe, „das ihr Krisenmanagement in Folge der Antisemitismusvorwürfe der Hochschule schadet“. pek/jes         

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