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HAWK-Preis für Physiker Gerd Litfin

Entschlossen und erfolgreich HAWK-Preis für Physiker Gerd Litfin

 Der Göttinger Physiker und Unternehmer Gerd Litfin ist am Mittwoch mit dem HAWK-Preis ausgezeichnet worden. In einer Feierstunde der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) erhielt er am Abend in Hildesheim die Auszeichnung für seinen besonderen Einsatz.

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Quelle: ef

Hildesheim.  Der 66-Jährige hatte vor mehr als 25 Jahren die Ingenieursausbildung in Göttingen auf den Weg gebracht und damit die Gründung der heutigen HAWK-Fakultät für Naturwissenschaften und Technik auf den Zietenterrassen.
Zu einer "Hildesheimer Veranstaltung mit Göttinger Gepräge", begrüßte HAWK-Präsidentin Prof. Christiane Dienel die etwa 100 Gäste. Die Preisverleihung sei ein weiteres Indiz, dass jede Hochschule am Ende von engagierten Menschen lebt, so Dienel.

Dazu zählt der Göttinger Litfin. Dieser habe als Optik- und Laserexperte in der Wissenschaft in den 1980er-Jahren auch in der Industrie seinen Weg machen wollen, berichtete Prof. Wolfgang Viöl von der Göttinger Fakultät N. Litfin begann im Unternehmen Spindler und Hoyer und baute dieses zur Linos AG aus, später zu Qioptiq. Von Litfins vielen ehrenamtlichen Engagements nannte Viöl die Präsidentschaft der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

Ein weiteres Engagement Litfins gilt bis heute der HAWK-Fakultät N. Deren Existenz sei dem Einsatz von "vier edlen Rittern zu verdanken", erzählte Prof. Thomas Hirschberg, Dekan der Fakultät N: Ernst Rustrat, Herbert Freyhardt, Ewald Gevert und Gerd Litfin taten sich zusammen, um in den 1990er- Jahren den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Die HAWK, damals noch Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen stieg in das Vorhaben. Ihre kurzzeitigen Pläne, die Ingenieursausbildung in Hildesheim anzusiedeln, sei entschlossen und erfolgreich abgewehrt worden. Auf jeden Fall, sei die Hochschule damals wie heute ideal für die Ausbildung von Ingenieuren, so Hirschberg, der 1996 erster Dekan der Fakultät Dekan der Fakultät N wurde und das Amt auch aktuell innehat.

Preisträger Litfin beschrieb in seiner Dankesrede die Schwierigkeiten des Beginns der Göttinger Ingenieurausbildung am damals so genannten Fachbereich Physik-, Mess- und Feinwerktechnik (PMF). Der nahm mit 15 Studienanfängern im Sommersemester 1992 seine Arbeit auf. Heute hat die Fakultät 700 Studierende in sieben Studiengängen. Es sei sein Anliegen gewesen, so Litfin, Studium und Praxis zu verbinden: "Es war mir sehr wichtig, dass junge Menschen in ihrer Berufsausbildung auch gefordert werden. Und ich bin ziemlich sicher, dass die meisten Unternehmen vom Praxisverbund profitiert haben."

 Heute sei es ihm wichtig, die Reputation und den Bekanntheitsgrad der Fakultät zu erhöhen. Dafür aber sollte der wenig marketingfreundliche Name der Hochschule. Das größte Geschenk für ihn seien die Absolventen der Fakultät N und ihre interessanten Abschlussarbeiten.

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