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Heimspiel-Menüs in der Turmmensa

Vergünstigungen bei regionalem Essen Heimspiel-Menüs in der Turmmensa

Heimspiel-Menüs serviert die Göttinger Mensa am Turm noch bis zum 3. Februar. Studierende, die ihren Hauptwohnsitz in Göttingen angemeldet und sich um den Heimspiel-Aufdruck auf ihrem Studienausweis gekümmert haben, erhalten das Gericht aus regionalen Zutaten zehn Cent günstiger.

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Heimspiel-Rabatt aufs Menü: Ander Barón.

Quelle: MAH

Göttingen. „Das würde ich gerne nutzen, leider wohne ich in Bovenden“, meint Dominik Rappe (22), der im siebten Semester Volkswirtschaftslehre und Jura studiert. „Ich habe meinen Hauptwohnsitz in Northeim“, sagt Marco Möhlheinrich (22), der seinen Master in Unternehmensführung macht. Die zehn Cent würde er schon gerne sparen, zumal „Heimspieler“ zusätzlich bei mehr als 145 anderen Geschäften, Institutionen und Studentenkneipen Rabatte und Sonderkonditionen eingeräumt bekommen. Aber deswegen Göttingen zum Hauptwohnsitz machen? Möhlheinrich winkt ab: „Dann bräuchte ich für mein Auto neue Nummernschilder.“

„Ich verbringe die meiste Zeit in der Bibliothek“, erklärt Medizinstudent Tilo Weber (32). Er habe keine Zeit, abends auszugehen. „Die zehn Cent sind mir egal, ich will vegetarisch essen“, betont Physikstudent Manuel Kreye (25). Und Mathematikstudent Thorsten Groth (27) meint: „Die zehn Cent sind nett, wenn ich sie für ein Gericht bekomme, dass ich sowieso gewählt habe.“

„Ich nutze die Heimspiel-Rabatte auch sonst, etwa in Bäckereien“, berichtet Medizinstudent Tobias Stefan (26). Er habe gleich zu Beginn seines Studiums seinen ersten Wohnsitz nach Göttingen verlegt. Darum wirbt die Stadt seit einem Jahrzehnt mit ihrer Heimspiel-Kampagne. Sie möchte auch Studierende der Privaten Hochschule PFH und der Hochschule für angewandte Wissenschaften und Kultur erreichen. Der Hintergrund: Göttingen erhält für jeden zusätzlichen Einwohner mehr Mittel vom Land, die den Studierenden dann wieder zugute kommen etwa bei den Radwegen und dem öffentlichen Personennahverkehr, den Bädern oder Kultureinrichtungen.

400 Essen am Tag

„Die Aktion läuft sehr gut, wir verkaufen 400 Heimspiel-Essen am Tag“, sagt Markus Lanze, der Küchenchef der Turm-Mensa. Zu bis zu 70 Prozent regionale Zutaten verwende er für die Gerichte. Die Kartoffeln kämen zum Beispiel aus Seulingen, das frische Gemüse aus Gladebeck, die Backwaren aus Göttingen oder das Geflügel aus dem nordhessischen Helmarshausen. Sojaprodukte, Salzwasserfische oder Eis beziehe er dagegen von anderen Anbietern. Seit April 2013 biete die Turm-Mensa solche regionalen Gerichte an.

„Wir arbeiten mit der Stadt seit Jahren in vielen Projekten eng zusammen“, erklärt Anett Reyer-Günther vom Studentenwerk Göttingen. Das Studentenwerk betreibt unter anderem die Mensa an der Goßlerstraße. Die Stadt, so Reyer-Günther, sei in den Wochen zu Semesterbeginn jeweils mit einem Mitarbeiter in der Info-Box des Studentenwerks im Foyer der Zentralmensa, Platz der Göttinger Sieben, präsent. Dort könnten Studierende ihren Wohnsitz in Göttingen anmelden. Die zehn Cent Rabatt für die Heimspiel-Essen, darunter Harzer Schmorwurst mit Grünkohl oder Rindergulasch mit frischen Champignons übernehme die Stadt.

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