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Henle-Medaille für Lymphgefäßforscher Alitalo

Göttingen Henle-Medaille für Lymphgefäßforscher Alitalo

Kari Kustaa Alitalo gilt als der Vater der molekularen Ära der Lymphgefäßforschung. Die Universitätsmedizin Göttingen wird ihm ihre höchste Auszeichnung verleihen. Am Freitag, 29. Januar, geht die Jacob-Henle-Medaille an den Wissenschaftler aus Finnland, teilte die UMG mit.

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Kari Kustaa Alitalo

Quelle: EF

Göttingen. Erst die Entdeckung der Wachstumsfaktoren VEGF-C und VEGF-D und des entsprechenden Rezeptors VEGFR-3 durch das Labor von Prof. Alitalo eröffneten neue und molekulare Möglichkeiten, das spezialisierte Gefäßsystem funk-tionell und translational zu untersuchen. Bis dahin ließen sich Lymphgefäße nur mittels morphologischer Techniken auf makroskopischer und mikroskopischer Ebene untersuchen. Als Spezialist auf dem Gebiet der Wachstumsfaktoren und Tyrosin-Kinase Rezeptoren erforschte Prof. Alitalo die molekularen Charakteristika von Lymphgefäßen und wichtige Details zur Behandlung von Erkrankungen dieses Gefäßsystems.

 
Nach UMG-Angaben klonierte und charakterisierte Alitalo als erster FGFR4, Bmx und Csk Tyro-sin-Kinasen sowie den ersten endothelzellspezifischen Rezeptor Tie1. Er entdeckte lymphendothelspezifische Proteine, die das Wachstum und die Erhaltung lymphatischer Gefäßnetze induzieren und kontrollieren. Diese Proteine sind heute die Basis für neue, molekulare Therapien, die zurzeit in klinischen Studien getestet werden. Alitalo wurde am 21. Mai 1952 in Kuopio, Finnland, geboren. Er studierte Medizin an der Universität Helsinki, wo er auch promoviert wurde. Während seiner Zeit als Postdoc arbeitete er unter anderem am Department of Microbiology and Immunology der Universität California in San Francisco, USA, im Labor der Nobelpreisträger J. Michael Bishop und Harold E. Varmus. Von 1986 bis 2012 war Dr. Alitalo als Professor in verschiedenen Funktio-nen an den Universitäten Turku und Helsinki und am Finnish Cancer Institute in Helsinki tätig.

 
Die Jacob-Henle-Medaille wird von der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen seit 1988 jährlich für herausragende, medizinisch bedeutende wissenschaftliche Leistungen vergeben. Mit der Verleihung der Medaille erinnert die Medizinische Fakultät an den Göttinger Anatomen und Physiologen Friedrich Gustav Jacob Henle (1809 bis 1885). Henle forschte und lehrte 33 Jahre in Göttingen. Nach ihm wurde die „Henle Schleife“ benannt, ein spezieller Abschnitt im Tubulus-System der Niere (Röhrchensystem zur Harnaufbereitung).

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