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Hinweise auf Aktivitäten und geologische Prozesse auf Ceres

Pyramide ist ein Berg Hinweise auf Aktivitäten und geologische Prozesse auf Ceres

Die Raumsonde Dawn hat die bisher kürzeste Distanz zum Zwergplaneten Ceres erreicht. Noch bis zum 30. Juni blicken die Kameras aus 4400 Kilometern Höhe auf die Ceres-Oberfläche: Rätselhafte helle Flecken und ein pyramidenförmiger Berg von 5 Kilometern Höhe in einem ebenen Gelände sind für die Forscher interessant.

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Fünf Kilometer hoch und in ebenem Gelände: pyramidenförmiger Berg (unten) auf dem Zwergplaneten Ceres.

Quelle: DLR/Nasa

Köln.  „Die doch beachtliche Anzahl an hellen Ablagerungen lassen vermuten, dass auf Ceres frisches Material an die Oberfläche gelangt. Auch der sehr steile Berg ist ein Beleg für besondere Aktivitäten in der Kruste“, sagt Prof. Ralf Jaumann, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin und Wissenschaftler der amerikanischen Dawn-Mission.

Die Aufnahmen der Kamera, die am Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung entwickelt wurde, stammen vom 14. Juni. Der Berg ragt rund fünf Kilometer aus einem relativ flachen Gelände auf Ceres heraus. Auch zahlreiche Krater haben in ihrem Mittelpunkt einen Berg. Außerdem entdecken die Planetenforscher bei der Auswertung der Aufnahmen mehr und mehr Hinweise auf Aktivitäten an der Oberfläche des Zwergplaneten – dazu gehören fließförmige oder eingesunkene Strukturen sowie Hangrutschungen.

Ceres scheint damit mehr Überbleibsel ehemaliger und vielleicht vor Kurzerm entstandene Aktivität zu zeigen als Vesta, der Asteroid, den die Dawn-Sonde von Juli 2011 bis August 2012 erkundete. „Ceres scheint durch viel komplexere geologische Prozesse geprägt worden zu sein als bisher vermutet“, sagt Planetenforscher Jaumann. Die Raumsonde Dawn wird Ende Juni ihren Beobachtungsorbit verlassen und sich dann bis zum 4. August Ceres‘ Oberfläche weiter nähern bis auf 1450 Kilometer Entfernung.

Dann wird sich auch die Auflösung der Kamerabilder von bisher 410 Meter pro Bildpunkt auf 140 Meter pro Bildpunkt verbessern. Das DLR-Institut für Planetenforschung verfeinert mit diesen Daten das bereits erstellte dreidimensionale Höhenmodell des Zwergplaneten.

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