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„Nicht fürs Oberseminar geschrieben“

Barbary Beuys an der Uni Göttingen „Nicht fürs Oberseminar geschrieben“

Im Journalismus war Barbara Beuys viele Jahre tätig. Die Historikerin machte 1979 als Buchautorin von sich reden mit dem Buch „Der große Kurfürst“. Diesem Titel folgten bis heute zwölf weitere. In der Reihe „Neue Wege zur Geschichte“ an der ­Universität Göttingen stellte Beuys ihre Arbeitsweise vor.

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Seit 1979 schreibt Barbara Beuys historische Sachbücher.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Sie hat über das Familienleben in Deutschland, über Sophie Scholl, Annette von Droste-Hülshoff oder Paula Modersohn-Becker geschrieben. Zwei Titel der 1943 in Wernigerode geborene Sach­buch­au-
torin stehen kurz vor der Veröffentlichung: über die finnlandschwedische Malerin Helene Schjerfbeck (1862-1946) sowie die Naturforscherin Maria Sybilla Merian (1647-1717). Bis 1993 arbeitete die promovierte Historikerin als Journalistin in Hamburg.

Inzwischen lebt Beuys wieder in Köln, wo sie studierte. Ihr Anspruch sei, „wissenschaftlich fundiert“ ihre Themen anzugehen und im „journalistisch populären“ Stil zu schreiben: „Meine Bücher sind nicht fürs Oberseminar geschrieben, aber für historisch interessierte Leser“ – und erscheinen meist in mehrfacher Auflage.

Termin

In der Vortragsreihe „Wissenschaft und Öffentlichkeit: Neue Wege zur Geschichte“ des Seminars für Mittlere und Neuere Geschichte hat sich eine Terminänderung ergeben. Prof. Angela Schwarz aus Siegen hält ihren Vortrag „Join us in making history: Die Geschichte mit dem Computerspiel“ bereits am Mittwoch, 29. Juni. Der Vortrag „Museum neu gedacht - schweres Los oder leichte Kost?“ von Prof. Heike Düselder aus Lüneburg findet am 6. Juli statt. Beide Vorträge beginnen um 14.15 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 5, Raum 104. jes 

„Geschichte mit konstruktiver Phantasie schreiben“, wie es Johannes Fried nannte, sei 1994 Anlass für den Streit der Historiker Fried und Gerd Althoff gewesen. Dass Fried damals plastisch ausschmückend schrieb, sei für viele Historiker ein Tabubruch gewesen, erinnerte Beuys in ihrem lebhaft gehaltenen Vortrag vor nur 20 Personen. Für ihre Themen begibt sie sich immer auch auf die Suche nach neuen Dokumenten. Reist dafür nach Amsterdam oder China, lernt Fremdsprachen, recherchiert in Bibliotheken und manchmal auch Archiven.

„Mein Anspruch ist es, etwas Neues zu bieten“, so ­Beuys, die für jedes eigene Buchprojekt 300 bis 500 Bücher durchforstet, Passagen kopiert und diese im Hängesystem ablegt. Daraus entsteht eine oftmals großformatige Synopse, die Jahreszahlen mit den dazugehörigen Fakten auflistet. „Das ist alles“, meint die Kölnerin. Hilfreich sei für sie ihre journalistische Erfahrung: verständlich zu schreiben und notfalls kürzen zu können – „Hauptsache, die Fakten stimmen“.

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