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Sport gegen Langeweile!

Jugger, Orientierungslauf, Core Workout und Co. Sport gegen Langeweile!

Alle Kommilitonen sind zu Hause oder im Urlaub? Zum Glück hat der Hochschulsport auch in den Semesterferien Programm zu bieten. Da lässt es sich gut die Zeit vertreiben, neue Sportarten ausprobieren und neue Leute kennenlernen. Tageblatt-Volontärin Hannah Scheiwe testete drei Kurse.

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Nicht so gefährlich, wie es aussieht: Beim Jugger-Training muss Tageblatt-Volontärin Hannah Scheiwe mit einer „Pompfe“ die Kugel abwehren.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Etwas nervös verfolge ich die Kugel, die Matteo Perek an einer langen Kette um sich schwingt, nicht weit von mir entfernt. Er zeigt mir, wie man das spezielle Sportgerät nutzt - denke ich zumindest. Bis er eine Hand loslässt und die Kugel auf mich zufliegt und mir gegen die Beine knallt. „Das ist das schlimmste, was passieren kann“, sagt Perek, der den Hochschulsportkurs Jugger leitet. Nach dem ersten Schreck entspanne ich mich - es tat nicht weh, auch wenn ich den Anblick der fliegenden Kugel, die mit Schaumstoff umhüllt ist, noch respekteinflößend finde. Nach einigen Übungen mit der Pompfe - dem zweiten Gerät, das beim Jugger genutzt wird: eine Art gepolsterter Stab - wird‘s ernst

Cam-HochschulsportHannah Scheiwe testet Jugger

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Zwei Teams á fünf Spieler stehen sich auf dem Feld gegenüber, in der Mitte liegt der „Jugg“, eine Art Ball, auf beiden Seiten steht ein „Mal“, in das der Läufer des Teams den Jugg legen muss, um einen Punkt zu bekommen. Mit dem Schrei „Drei, zwei, eins, Jugger“ startet das Spiel, wir laufen mit unseren Pompfen auf die Gegner zu und versuchen sie zu schlagen - der Kopf ist tabu -, und unserem Läufer so den Weg freizumachen. Wer getroffen wird, muss sich für fünf Trommelschläge - an der Seite trommelt ein Schiri im Takt - hinsetzen, bevor er weiterspielen darf. Das passiert mir anfangs oft. Mit der Zeit treffe ich auch mal jemanden mit meiner Pompfe. Der Überblick fehlt mir, aber ich versuche, die Anweisungen umzusetzen. „Das Spiel mutet martialisch an, ist aber eigentlich nicht brutal“, sagt Perek. Was ich anfangs noch bezweifelte, glaube ich jetzt. Statt blauer Flecken habe ich am nächsten Tag Muskelkater.

Mit Kompass und Karte

Mein Orientierungssinn ist nicht der beste. Schon bevor der Orientierungslauf losgeht, habe ich Probleme, den Kompass auszurichten. Den brauche man vor allem im Wald, bei unserem Lauf um das Hochschulsportgelände eher nicht, erklärt mir Nina Döllgast, die den Kurs Orientierungslauf leitet. Auf der Karte, die Döllgast uns gibt, sind 14 Punkte eingezeichnet, die wir ablaufen müssen. Außerdem: Häuser, Rasenflächen, Zäune und Erhöhungen. An den Punkten hat Döllgast zuvor Posten verteilt, orange-weiße Dreiecke, die mal an einem Busch, mal an einer Mauer hängen. „Ziel ist es, den schnellsten Weg zu finden“, sagt die Geografie-Studentin.

Mit Kompass und Karte in der Hand laufen wir los - schon auf dem Weg zu Posten Zwei merke ich: Man kann nicht die eingezeichnete Luftlinie laufen, sondern muss gucken, wo zum Beispiel ein Durchgang im Zaun ist. „Erfahrene Orientierungsläufer lesen die Karte im Laufen“, erzählt mir Döllgast. Ich versuche, beim langsamen Joggen einen Blick auf die Karte zu werfen - wobei ich in dem kleinen Waldstück fast über eine Wurzel stolpere -, muss aber oft anhalten, um mich zu orientieren. Nach einer halben Stunde und etwa zweieinhalb Kilometern Strecke sind wir am Ziel. Obwohl ich in dieser Zeit sonst die doppelte Strecke laufe, freue ich mich: Ich habe alle Punkte gefunden und bin erschöpft - mehr vom Karte lesen als vom Laufen.

Mit „Waka Waka“ zum straffen Bauch

Aus den Lautsprechern tönt „Waka Waka“ von Shakira, Wiebke Moll dreht die Musik lauter. Dass man so nicht mehr jede ihrer Anweisungen versteht, ist nicht so schlimm - sie zeigt, wie es geht. Moll leitet den Kurs „Core Workout“, einen der Fitness-Kurse, die der Hochschulsport anbietet. Was hinter dem Namen steckt, verrät sie am Anfang: „Core Workout ist ein neueres Konzept, bei dem die tiefliegende Bauch- und Rumpfmuskulatur trainiert wird“. Nach dem Aufwärmen fangen wir richtig an: „Jeweils vier Übungen in zwei Blöcken“, erklärt Moll. So wandern wir im Liegestütz von links nach rechts, machen Sit-ups und Crunches oder berühren in der Stützposition über Kreuz mit der Hand unser Knie. Wirklich neu erscheinen mir die Übungen nicht, ich kenne viele schon. Effektiv sind sie trotzdem - und Molls mitgeträllertes „Waka Waka“ motiviert mehr als jede Fitness-DVD zu Hause.

2 Alle offenen Kursangebote sowie Restplätze in buchungspflichtigen Kursen finden sich unter hochschulsport.uni-goettingen.de.

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