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Nobelpreis-Chance für Erstsemester

Immatrikulationsfeier Nobelpreis-Chance für Erstsemester

Rund 5700 Studierende haben sich zum Wintersemester an der Göttinger Universität eingeschrieben. Sehr viele davon waren am Montag zur Immatrikulationsfeier in das Zentrale Hörsaalgebäude gekommen. „Wohl mehr als in den vorangegangenen Jahren“, sagte Dr. Axel Bauer, Leiter des Hochschulsports.

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Die Göttinger Entsorgungsbetriebe versüßen den neuen Lebensabschnitt der Erstsemester mit Zuckerwatte.
 

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen.  Alle stehen auf, strecken die Arme in die Höhe, recken sich links, recken sich recht. Anna Geisenhainer bringt die Jungstudenten dazu, diese Übung mitzumachen. „Brainbreak“ heißt das, was sie demonstriert, „Pause fürs Gehirn“, ein Angebot des Healthy Campus angesiedelt beim Hochschulsport. Zu diesem Zeitpunkt waren die Neustudenten bereits mehr oder weniger aufmerksam einigen Begrüßungsreden und kulturellen Beiträgen gefolgt.

„Ich hoffe, dass Sie die alle die O-Phase gut überstanden haben“, sagte Hochschulpräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel. „Wir möchten Ihnen das Gefühl geben, dass dies eine Universität ist, in der Sie sich wohlfühlen.“ Dazu allerdings müssten die Studenten sich einbringen, so Beisiegel: „Ihre Ideen sind uns wichtig.“ Es gehe um die Zukunft der Studenten, deshalb sollten sie Lehre und Universität mitgestalten.“ Die Präsidentin berichtete, dass auf der Gründungsmedaille der Georgia Augusta zu lesen stehe: „Zum Wohle aller“ - das gelte auch heute noch.

„Wir möchten Ihnen auch eine intellektuelle Heimat bieten“, sagte Beisiegel. Dazu müssten die Studenten allerdings die notwendige Neugier, Offenheit und Durchhaltevermögen mitbringen. Und sie hoffe, dass sich neue Freundschaften entwickelten, denn „die halten oft eine sehr lange Zeit“.

Silke Hansmann, Vorsitzende des Allgemeinden Studierendenausschusses (AStA), empfahl ihren neuen Kommilitonen, sich auch abseits des Kerncurriculums umzuschauen und sich politisch zu engagieren. Der AStA setze sich für Rahmenbedingungen für ein kritisches und selbstbestimmtes Studieren ein. Sie könne dies in Niedersachsen ohne Studiengebühren und ohne starre Anwesenheitspflicht umgesetzt werden. Sie verwies auch auf die Bildungsveranstaltungen, die der AStA anbiete.

Prof. Andrea Bührmann ist Vizepräsidentin für Studium und Lehre und begrüßte daher die Erstsemester-Studenten qua Amt. 5709 Studenten hätten sich zum Wintersemester neu an der Göttinger Universität eingeschrieben, etwa 4200 davon zum ersten Mal an einer Universität in Deutschland. Als Beauftragte für Gleichstellung und Diversität berichtete sie von einem nahezu ausgeglichenen Erstsemester-Verhältnis zwischen den Geschlechtern: 51 Prozent Frauen, 49 Prozent Männer. Die meisten von ihnen strebten den Abschluss Bachelor an, wenige den Master und wiederum einige den PGD. Zwölf Prozent seien sogenannte Internationals, Studierende mit ausländischen Pass. Bührmann machte vor allem die Neugöttinger auf die Sommerabende auf dem Wilhelmsplatz aufmerksam, auf dem Willi könne man „entspannt chillen“. Und: „Göttingen ist eine tolle Stadt.

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Immatrikulationsfeier an der Uni Göttingen WiSe 2017/18

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Dem schloss sich auch Göttingens Bürgermeister Ulrich Holefleisch (Bündnis 90/Die Grünen) an. Sehr launig stellte er fest, was Göttingen ohne die zahlreichen Studierende sei: „Wir wären ein graues Provinznest.“ Und er erklärte unter dem Beifall der Studenten: „In Göttingen haben Nazis keine Chance.“ Den jungen Studierenden machte Holefleisch launig Hoffnung auf höhere Weihen. Mit Blich auf die zahlreichen Nobelpreisträger, die an der Göttinger Universität gearbeitet haben oder noch hier arbeiten, sagte er: „Es gibt keine Stadt auf der Welt, in der die Chance, den Nobelpreis zu bekommen, so groß ist.“

Die Theatermacher „Stille Hunde“ führten durch den Abend und berichteten von der großen Kulturszene und dem gastronomischen Angebot in der Stadt. Das Universitätsorchester und der Universitätschor lieferten klassische Musik und bekamen dafür viel Beifall. Und Prof. Jörg Magull, Leiter des Studentenwerks eröffnete die Verpflegungsstände mit den Worten „Testen Sie uns.“

„Die O-Phase war der Hammer“

Die neuen Erstsemester kommen aus den verschiedensten Teilen Deutschlands und haben doch eines gemeinsam: Göttingen gefällt ihnen allen und auch die gut organisierte Uni der Stadt bekommt einiges an Lob ab. Die Molekularmedizin-Studentin
 
 ist sehr zufrieden: „Dank der Orientierungswoche

sind alle Veranstaltungsorte leicht zu finden“, sagt die 18-Jährige. Die bisherigen Vorlesungen seien gut und auch die O-Phase, die am Freitag endete, sei cool gewesen. Noch deutlicher drückt es der Psychologiestudent gefällt vor allem die schöne Innenstadt Göttingens. „Ich komme aus der Fachwerkstadt Wolfenbüttel“, sagt der 22-jährige. „Ich finde es schön, dass auch mein neues Zuhause viele dieser Häuser zu bieten hat.“ Außerdem gebe es in Göttingen keine weiten Wege: „Alles ist mit dem Fahrrad zu erreichen“, lobt Lüer.
 

Von Peter Krüger-Lenz

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