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In die Zukunft denken

Konferenz zur Welt von morgen In die Zukunft denken

Während der öffentlichen Konferenz „utopisch dystopisch – Visionen einer ‚idealen‘ Gesellschaft“ diskutieren im Oktober rund 60 Fachleute an der Universität Hildesheim. Ihr Thema: das wissenschaftliche und alltägliche Verständnis von gesellschaftlicher Entwicklung, technischen Innovationen und politischer Ordnung.

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Ort der Konferenz: die Universität Hildesheim.

Quelle: Heidrich

Hildesheim. „Meist werden Utopien in Zeiten geschrieben, in denen gesellschaftliche Umbrüche stattfinden“, sagt Irene Leser, eine der Organisatorinnen. Unter Utopien versteht die Soziologin ein „positiv gewendetes Zukunftsdenken“. Anders als ihr Gegenbild: die „Dystopie“. Dystopien sind das Katastrophendenken und Ängste eigen, sie leben vom Szenario des negativen Ausgangs.

„Sowohl Politiker als auch Literaten zeichnen Szenarien von gesellschaftlichen Verbesserungen“, erklärt Leser. Die Sozialwissenschaftlerin organisiert mit der Politikwissenschaftlerin Jessica Schwarz die Konferenz. „Wir freuen uns über das große Interesse. Wir haben Zuschriften aus den Fachdisziplinen Architektur, Film, Literatur und historische Erziehungswissenschaft bis zu Biologie, Forstwirtschaft, Migrationspolitik und Soziologie erhalten“, sagt Schwarz.

Ein Blick in das Konferenzprogramm spiegelt diese vielfältigen Annäherungen an utopisches und dystopisches Denken wider: Der Hildesheimer Politikwissenschaftler Professor David Salomon spricht über „das Utopische in der Demokratie“. „Politische Begriffe sind nie nur beschreibend, sondern sind normative, programmatische Begriffe. Sie fungieren als umkämpfte Strategiekerne in politischer Praxis“, so Salomon. Hannes Schammann, Juniorprofessor für Migrationspolitik an der Universität Hildesheim, spürt in seinem Vortrag der utopistischen Ader der Migrationspolitik in realem  politischem Handeln nach.

Ein weiterer Tagungsschwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit Städten, Umwelt und Nachhaltigkeit. Über die ideale Stadt, Träume und Albträume des Städtebaus spricht Aljoscha Hofmann, Wissenschaftler am Center for Metropolitan Studies der Technischen Universität Berlin. Über „Mikro-Utopismus in der Architektur“ spricht die Berliner Doktorandin Sandra  Meirei. Der Hildesheimer Biologe Torsten Richter referiert über biologische Alterungsprozesse und die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt.

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