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Göttingen „Jetziges Profil soll grundsätzlich erhalten bleiben“
Campus Göttingen „Jetziges Profil soll grundsätzlich erhalten bleiben“
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00:30 17.03.2018
Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen, sprach mit den Mitarbeitern des Instituts für Demokratieforschung. Quelle: Heller
Göttingen

Das Institut für Demokratieforschung behält weitgehend sein jetziges Profil. Mit dieser Botschaft hat sich Uni-Präsidentin Prof. Ulrike Beisiegel am Dienstag an die Beschäftigten des Instituts gewandt. Das Gespräch war unter anderem anberaumt worden, um der Ungewissheit um die Zukunft des Instituts entgegenzutreten.

In den vergangenen Wochen war es unruhig geworden um das 2010 eröffnete Institut für Demokratieforschung. Mitarbeiter fürchteten um ihre Jobs, Studierende um eine mögliche Neuausrichtung. Medien berichteten sogar vom nahenden Aus des renommierten Hauses. Auslöser waren Aussagen, wonach keine neuen Forschungsaufträge angenommen und keine Arbeitsverträge verlängert würden. Zuvor war im Oktober 2017 ist der langjährige Leiter, Parteienforscher Franz Walter, in den vorzeitigen Ruhestand gegangen. Die einzige Professur ist seither unbesetzt, die Leitung hat eine Kollegin kommissarisch übernommen.

Humboldt-Professur angestrebt

Zudem befeuerten Informationen, die Universitätsleitung plane, an dieser Stelle eine Humboldt-Professur zum Thema Geschichte des 19. Jahrhunderts einzusetzen, die Befürchtung, der beliebte Studiengang könne seinen Bezug zum realpolitischen Geschen der Gegenwart verlieren. Gegenüber dem Tageblatt hieß es dazu Anfang des Monats: Man habe „großes Interesse daran, eine weitere renommierte Alexander von Humboldt-Professur einzuwerben. Insbesondere in der Exzellenzstrategie ist es wichtig, auf möglichst viele solcher Professuren verweisen zu können.“

Über die tatsächlichen Pläne der Universitätsleitung sei der Fakultätsrat der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, zu der das Institut gehört, informiert worden. Informationen aus Hochschulgremien würden vertraulich behandelt. Gegenüber den Mitarbeitern des Instituts bekräftigte Beisiegel am Dienstag dennoch zwei zentrale Aussagen: „Die Demokratie- und Parteienforschung im Institut für Demokratieforschung wird weitergeführt.“ Und: „Das jetzige Profil des Instituts bleibt grundsätzlich erhalten.“

Professur wird ausgeschrieben

Außerdem werde die Fakultät eine Professur in diesem Themenfeld ausschreiben und so bald wie möglich besetzen. Die Berufungsverfahren würden an der Stiftungsuniversität durchschnittlich ein Jahr dauern, so Pressesprecher Romas Bielke. Nach der Besetzung dann werde der neue Stelleninhaber gemeinsam mit der momentanen kommissarischen Leitung des Instituts, der Fakultät und dem Präsidium das zukünftige Konzept des Instituts entwickeln.

Die Präsidentin und die Dekanin der Fakultät Prof. Karin Kurz betonten zudem noch einmal, dass alle Beschäftigten auf Qualifikationsstellen die Möglichkeit haben, ihre Qualifikationsarbeiten – also ihre Doktorarbeiten und Habilitationsschriften – zu Ende zu bringen. Auch laufende Forschungsprojekte werden selbstverständlich weitergeführt. Die Genehmigung neuer Projekte allerdings werde erst wieder nach der Besetzung gemeinsam mit einem neuen Institutsleiter begonnen. In der jetzigen Übergangsphase könne es natürlich sein, dass Projektverträge auslaufen und nicht verlängert werden, so Bielke. Das sei allerdings im universitären Betrieb nichts Ungewöhnliches.

Von Markus Scharf

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