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Investitionen in Radverkehr für Städte am günstigsten

Studie der Universität Kassel Investitionen in Radverkehr für Städte am günstigsten

Für den Autoverkehr müssen Kommunen einen deutlich höheren Zuschuss leisten als für den Radverkehr – darauf deuten Ergebnisse eines Forschungsprojekts der Universität Kassel hin. Ein Forschungsteam hat dafür erstmals eine exakte Methode entwickelt, die kommunalen Kosten für verschiedene Verkehrsträger zu errechnen. Diese Methode wendeten die Wissenschaftler in drei Pilot-Städten an.

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Radverkehr auf einer Straße in Hannover: Für Städte sind Investitionen in den Radverkehr günstig.

Quelle: Behrens

Kassel. Für den Autoverkehr müssen Kommunen einen deutlich höheren Zuschuss leisten als für den Radverkehr – darauf deuten Ergebnisse eines Forschungsprojekts der Universität Kassel hin. Ein Forschungsteam hat dafür erstmals eine exakte Methode entwickelt, die kommunalen Kosten für verschiedene Verkehrsträger zu errechnen. Diese Methode wendeten die Wissenschaftler in drei Pilot-Städten an.

Leistungsfähige und ressourcenschonende Verkehrssysteme sind eine Schlüsselaufgabe für die Stadt der Zukunft. Ein wichtiges Instrument zur Planung und Steuerung ist dabei eine exakte Kostenrechnung, die die Aufwände und Erträge der verschiedenen Verkehrsträger deutlich macht. Bisherige Methoden hierzu betrachten teilweise nur das Fernstraßennetz, vermischen Kosten der öffentlichen Haushalte mit Nutzerkosten, berücksichtigen nicht die Gesamtkosten eines Haushaltsjahres oder weisen andere Defizite auf.

Experten des Fachgebiets Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Universität Kassel unter Leitung von  Prof. Carsten Sommer haben nun erstmals eine Methode entwickelt, die alle kommunalen Aufwendungen und Erträge erfasst und den einzelnen Verkehrssystemen – Radverkehr, Fußverkehr, Autoverkehr und ÖPNV – zuordnet.

Die Kasseler Forscher berücksichtigen dabei alle Kosten von Bau und Unterhalt bis hin zu Lichtsignalanlagen, Straßenreinigung und begrünten Randstreifen. Die Einnahmen aus Bustickets fließen ebenso ein wie Bußgelder für Falschparker. Neu ist auch die Aufteilung von Gemeinkosten – beispielsweise in der Verwaltung in den Rathäusern – auf die Verkehrsträger nach bestimmten Schlüsseln, die auf dem Verursacher- bzw. Nutzerprinzip fußen; etwa indem sie nach den Flächenanteilen der Verkehrssysteme an der Gesamtverkehrsfläche zugeordnet werden.

„Um die Ergebnisse aussagekräftig zu machen, haben wir zudem Kennwerte entwickelt, die einen besseren Vergleich zwischen den Verkehrssystemen zum einen und verschiedenen Kommunen zum anderen ermöglichen“, erläutert Sommer, Leiter des Projekts. Als Ergebnis würden beispielsweise der „Zuschuss pro Einwohner“ und der „Zuschuss pro Verkehrsfläche“ ausgewiesen, zudem der „relative Zuschuss“ je Verkehrssystem – also das Verhältnis zum gesamten städtischen Zuschuss im Verkehr.

uks

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