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Gerichtslabor an der Uni Göttingen eröffnet

Juristische Fakultät Gerichtslabor an der Uni Göttingen eröffnet

Sie erproben sich in den verschiedenen juristischen Berufen, erleben, wie spannend ihr Studienfach sein kann, und pflegen über Videokonferenzen weltweite Kontakte. All das ermöglicht das Göttinger Gerichtslabor, das die Juristische Fakultät am Mittwoch im Verfügungsgebäude eröffnet hat.

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Quelle: r

Göttingen. Einen Gerichtsraum bildet das Labor nach. Studierende können dort, gekleidet in schwarze Roben, Verhandlungen führen. Bei studentischen Wettbewerben, den Moot Courts, treten sie dabei gegen Teams in aller Welt an. Verhandlungssprache ist Englisch. „Wir leben in einer Welt, die sich auf europäischer und globaler Ebene immer stärker vernetzt“, erläuterte Dekan Torsten Körber bei der Eröffnung. Das Gerichtslabor helfe angehenden Juristen, sich darauf vorzubereiten.

Prof. Joachim Münch kündigte an, gemeinsam mit seinem neu berufenen Kollegen Prof. Ivo Bach das Moot-Court-Angebot weiter ausbauen. Seit zehn Jahren gebe es diese Möglichkeit in Göttingen. Einige der Wettbewerbe seien so anspruchsvoll, dass sich die Studierenden dafür ein Freisemester nehmen müssten. „Wir setzen in dieser Zeit zwei Schriftsätze auf, vertreten sie bei mündlichen Verhandlungen“, berichtete Student Dwayne Machel. Sie besuchten zudem Kanzleien. Der Lerneffekt sei enorm.

Den Wert solcher Praxiserfahrungen während des Studiums hob Stefan Studenroth, der Leiter der Göttinger Staatsanwaltschaft, hervor. Er selbst hätte erst als Referendar im Gericht, ohne weitere Vorbereitung, seinen ersten Auftritt gehabt. Der Jurist zeigte sich auch von der technischen Ausstattung beeindruckt.

Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel sieht im Gerichtslabor eine „Schnittstelle zu den Schulen“, die „langfristige Kooperationen“ ermögliche. „Es gibt bereits Kontakte zum YLab, dem geisteswissenschaftlichen Schülerlabor der Universität, um gemeinsame Angebote zu entwickeln“, sagte Fakultätsreferent Georg Lemmer.

Das studentische Theater im OP zeigte zur Eröffnung eine Gerichtsszene aus seiner Produktion „Mal wieder Grimm“. Das Stück, in dem es unter anderem um Fragen des Copyrights geht, feiert im August Premiere.

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