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Kaufleute und Wirtschaft zur Hansezeit

Landesgeschichte Kaufleute und Wirtschaft zur Hansezeit

„über//regional: Landesgeschichte im europäischen Kontext“ heißt eine Vortragsreihe vom Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen. Anhand regionaler und überregionaler Beispiele sollen innovative Methoden und Ansätze vorgestellt und diskutiert werden.

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Installation mit historischen Kaufmannskostümen im europäischen Hansemuseum in Lübeck.

Quelle: dpa

Göttingen. Die Geschichte eines Raumes muss methodisch stets über diesen hinausgehen – ihr Ziel ist es, das Besondere zu zeigen oder Entwicklungen und Strukturen in größere Kontexte einzuordnen. Dieses gelingt nur mit Hilfe von Vergleichen und durch eine Auseinandersetzung mit den Methoden und Ansätzen, teilte die Universität Göttingen mit. Die Vorträge beginnen im Zentralen Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben 5, Hörsaal ZHG 002, jeweils um 16 Uhr.

Eröffnet wird die Reihe von Philipp Höhn von der Universität Frankfurt, der am 7. Dezember über „Integration durch Pluralismus? Überlegungen zu rechtlichen und wirtschaftlichen Räumen bei kaufmännischer Konfliktregulierung im Hanseraum“ spricht. Niedersächsische Kaufleute verfügten über eigene grenzüberschreitende Netzwerke in ganz Nordeuropa, die sie im Konfliktfall zu nutzen verstanden. Der Vortrag versucht, eine Brücke zu schlagen von der Landesgeschichte zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

Dr. Ulla Kypta von der Universität Basel spricht am 11. Januar 2017 über die Themen Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit, die zum Kernbestand der Europäischen Union gehören und die für mittelalterliche Fernkaufleute selbstverständlich waren. In ihrem Vortrag „Faktoren, Prokuratoren, Konstituierte: Wie ließen sich nieder- und oberdeutsche Kaufleute in Antwerpen vertreten?“ verwendet Dr. Kypta Ansätze der Wirtschaftsgeschichte, rückt jedoch die Kommunikation unter Kaufleuten ins Zentrum ihres Vortrags.

Bereits um 1700 befassten sich Städte mit Umweltfragen. Dr. Ansgar Schanbacher zeigt in seinem Vortrag am 25. Januar 2017, wie „Umwelt und Nachhaltigkeit in der Stadt des 17./18. Jahrhunderts“ wahrgenommen und diskutiert wurden. Dr. Schanbacher geht es um den Diskurs innerhalb der Städte, beispielsweise wie diese mit natürlichen Ressourcen umgehen wollten, wie sie auf Umweltveränderungen reagierten und welche Form von Zukunftsorientierung sie anstrebten. r

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