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Kometenforschung am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

Spannend ist die Aktivität Kometenforschung am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

 . Nach zehn Jahren Flugzeit hat die Sonde „Rosetta" 2014 den Kometen „67P/Churyumov–Gerasimenko" erreicht. Ein Jahr lang nahmen Wissenschaftler detaillierte Bilder  der „veränderlichen Landschaften" des Kometen auf.

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Spezialanfertigungen für die Wissenschaft aus Göttingen

Mit dem Kamerasystem Osiris aufgenommen: Komet Churyumov-Gerasimenko.

Quelle: MPS/DLR

Göttingen. Der Göttinger Wissenschaftler Dr. Carsten Güttler hat sie dem Publikum der Vortragsreihe "Kometenfieber" erklärt.

Man sei „gerade erst dabei, ein Verständnis von diesem Kometen zu entwickeln", erzählt Carsten Güttler vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS). Während die Landeeinheit „Philae" im Sommer die Schlagzeilen prägte, konnte das MPS mit dem Kamerasystem Osiris detaillierte Aufnahmen der Kometenoberfläche anfertigen. Bei dieser wussten die Wissenschaftler nicht, ob sie „hart wie Stein" sei oder die „Festigkeit von Zigarettenasche" habe, so Güttler.

Nun steht fest: Zu weiten Teilen ist Churyumov–Gerasimenko von feinem Staub bedeckt. Zugleich haben die Wissenschaftler allerlei Staub- und Felsformationen entdeckt, die sie bis heute nicht verstehen.

 Noch spannender ist für Güttler die „Aktivität des Kometen". Während er das Sonnensystem passiert, stößt Churyumov–Gerasimenko Staubfontänen aus. Die versetzt ihn in eine Rotation. Und weil diese Rotation in einer Art Tag/Nacht-Zyklus resultiert, variieren die Temperaturen auf dem Kometen ständig, weshalb der Komet immer wieder neue Staubfontänen ausstößt, erklärt Güttler.

Rosetta wird den Kometen noch ein knappes Jahr lang begleiten. Dann soll die Sonde kontrolliert auf den Kometen stürzen. Dabei sollen neue Aufnahmen aus nur einem Kilometer Distanz entstehen. Danach sei die Mission zwar vorbei, aber „das ist es uns wert", betont Güttler.

hö 

Die Vortragsreihe "Kometenfieber" am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Justus-von-Liebig-Weg 3, in Göttingen wird am Donnerstag, 14. Januar, fortgesetzt. Um 19 Uhr spricht Dr. Fred Goesmann über "Die Rosetta-Landemission aus Sicht der Wissenschaft".

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