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Kommunikation und Kopien

Nachwuchswissenschaftler mit Otto-Hahn-Medaillen ausgezeichnet Kommunikation und Kopien

Mit Vesikeln, Synapsen und Gen-Kopien haben sich drei Nachwuchswissenschaftler in Göttingen befasst, die für ihre Promotionen von der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet worden sind: Beyenech Binotti, Cordelia Imig und Clemens Plaschka erhielten die Otto-Hahn-Medaillen.

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Clemens Plaschka, einer der Gewinner.

Quelle: R

Göttingen . Dr. Binotti, von Cambridge ans Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie gewechselt, untersuchte die Kommunikation der Nervenzellen untereinander. Die Zellbiologin konnt aufdecken, dass das Protein Rab26 hierbei eine besondere Rolle spielt: Rab26 sitzt auf der Oberfläche mancher Vesikel in der Synapse. Binotti fand heraus, dass Rab26 mehrere Vesikel bündeln und sie für die Entsorgung durch ein besonderes Recyclingsystem markiert.

Auch Dr. Imig, die von Marburg nach Göttingen ans MPI für experimentelle Medzin wechselte, befasst sich mit der Signalübertragung. Die Biologin wies in ihrer Doktorarbeit mithilfe hochauflösender, dreidimensionaler Elektronenmikroskopie nach, dass akut freisetzbare, fusionsfähige Vesikel eine ganz besondere Eigenschaft haben: Sie stehen bereits lange vor der eigentlichen Verschmelzung eng mit der Zellmembran in Kontakt. Darüber hinaus entschlüsselte Imig mithilfe genetisch veränderter Mäuse den molekularen Mechanismus, über den die Vesikel an die Zellmembran andocken.

Seit März 2016 forscht Dr. Plaschka in Großbritannien. Am MPI für biophysikalische Chemie untersuchte er den Vorgang der Gen-Kopie. Diese ist nötig, damit Zellen nach Anleitung der Gene Proteine herstellen können. Kontrolliert wird der Vorgang von einen Proteinkomplex, der als Mediator bezeichnet wird. Biochemiker Plaschka entschlüsselte, wie sechs Proteine atomar aufgebaut sind, die den „Kopf“ des Mediators bilden. Zum anderen gelang es ihm, den „Kern“ des Mediators an der zellulären Nanomaschine, die RNA-Polymerase II, zu binden und seine Struktur zu analysieren.

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