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„Lebensräume erhalten“

Kooperation der Uni Hildesheim mit Madagaskar „Lebensräume erhalten“

Die Universität Hildesheim baut ihre Beziehungen nach Madagaskar aus. Forscher entwickeln Strategien zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Derzeit sind Studierende aus Madagaskar in Hildesheim. Natur zu schützen, sei eine Aufgabe jedes Einzelnen, sagt Prof. Jonah Ratsimbazafy von der Universität Antananarivo.

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Mit exzellenter Tarnung unterwegs: der Blattschwanzgecko.     

Quelle: Mantilla-Contreras

Hildesheim. „Wir haben nicht mehr viel Zeit übrig, um die Natur zu erhalten. Wir müssen Studierende darin ausbilden, Lösungen zu entwickeln“, sagt Professor Jonah Ratsimbazafy von der Universität Antananarivo. Der Primatologe ist einer der wichtigsten Naturschützer Madagaskars und derzeit im Zuge einer Lehrkooperation mit madagassischen Studierenden in Hildesheim. „Die Forschung ist ein Teil, der Austausch und die Diskussionen zwischen den Menschen ist eine weitere wichtige Erfahrung“, ergänzt Eustache Miasa, Biologe von der Universität Toamasina.

Jasmin Mantilla-Contreras, Juniorprofessorin für Ökologie und Umweltbildung an der Universität Hildesheim, und der Biologe Torsten Richter haben das fünfjährige Programm in Kooperation mit ihren madagassischen Partnern entwickelt. Lehrende und Studierende aus drei madagassischen Forschungsinstituten und aus Hildesheim kommen mehrmals im Jahr zusammen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert den Austausch.

„Die Studierenden sind Botschafter für die Vielfalt der Natur.“

Die Arbeitsgruppe „Ökologie und Umweltbildung“ der Universität Hildesheim untersucht, wie Lebensräume erhalten und Ökosysteme nachhaltig genutzt werden können. Auf Madagaskar versucht eine Forschergruppe an einem Seeökosystem im Nordwesten der Insel die einzigartige Flora und Fauna zu erhalten. Gleichzeitig versucht sie, den Menschen dort neue Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die invasive Wasserhyazinthe verursacht am Alaotra-See ökologische Probleme, bietet aber ein ungeahntes Nutzungspotential, so ein Ergebnis der Forschung von Tsiry Rakotoariso. Der Biologe schließt derzeit seine Promotion an der Universität in Hildesheim ab. Aus der Wasserpflanze kann zum Beispiel auch Kompost hergestellt werden.

„Madagaskar ist ein gutes Beispiel für den zunehmenden Konflikt zwischen Mensch und Natur“, sagt Professorin Jasmin Mantilla-Contreras. „Die Insel zählt zu den artenreichsten Gebieten der Erde und weist eine Natur auf die sonst nirgendwo auf der Erde zu finden ist. Gleichzeitig zählt Madagaskar jedoch auch zu einem der ärmsten Länder und ist dadurch besonders vom Rückgang der Biodiversität betroffen. Inzwischen sind dort mehr als 90 Prozent der natürlichen Lebensräume zerstört.“

Dennoch werden beinahe jedes Jahr neue Lemurenarten entdeckt. Auch Amphibien und Reptilien haben eine sehr starke Sonderentwicklung genommen, etwa der Blattschwanzgecko, der sich exzellent seiner Umgebung anpassen kann.

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