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Unzumutbare Belastung

Kritik am Studentenwerk Unzumutbare Belastung

Die Göttinger Linke, die Grüne Jugend und der AStA kritisieren das Vorgehen des Studentenwerkes im Streit mit einigen seiner Mieter. Der Streit hatte sich am Montag weiter zugespitzt. Zwei Mietern im Wohnheim Goßlerstraße 17/17a wurde gekündigt, die Mieter der Humboldtallee 9 müssen ihre Wohnungen räumen oder neue Verträge unterschreiben.

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Mitglieder der Wohnrauminitiative im Haus des Studentenwerks in der Humboldtallee.

Quelle: Lieske

Göttingen. Der AStA kritisiert, dass das Studentenwerk seit Anfang des Jahres ohne Rücksicht auf die Belange seiner Bewohner die Mieterhöhungen in den Wohnheimen umsetzen wolle. AStA-Außenreferent Friedrich Paun: „Wir sind schockiert mit welcher Kompromisslosigkeit das Studentenwerk seine wirtschaftlichen Interessen gegen die Belange der Studierenden durchsetzt.“

Auch die Grüne Jugend Göttingen weist daraufhin, dass die Mietpreiserhöhungen des Studentenwerks für einige Studierende eine unzumutbare Belastung darstellten. In einigen Wohnheimen läge die Miete nun über den im BaFöG vorgesehenen Beträgen. Hierdurch werde der Zugang zu Bildung für Studierende aus weniger wohlhabenden Verhältnissen erneut erschwert.

Prof. Hubert Merkel, Vorstandsvorsitzender des Studentenwerks, hatte am Montag erklärt, die Mieterhöhungen seien notwendig, um den gesamten Bestand des Studentenwerks fortlaufend sanieren und modernisieren zu können. Die Mieter des Hauses in der Humboldtallee 9 müssten neue Verträge unterzeichnen, weil die bisherigen ausgelaufen seien. Kollektivmietverträge werde das Studentenwerk nicht mehr abschließen. Zudem wies das Studentenwerk daraufhin, dass einigen Bewohnern in der Goßlerstraße 17 zwar per Anwalt durch das Studentenwerk eine „außerordentliche fristlose Kündigung“ ausgestellt worden sei. Diese beinhalte jedoch eine Frist und wird erst zum Ablauf des 31.Mai wirksam.

Die Ratsfraktion der Göttinger Linken äußerte mit Blick auf die Kündigungen Unverständnis darüber, dass das Studentenwerk im Umgang mit der studentischen Wohnrauminitiative zum wiederholten Male „auf stur schaltet“, statt die Gesprächsangebote der Studierenden auf- und ernst zu nehmen und sich um konstruktive Lösungen zu bemühen.

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