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Kugelsterne in der Milchstraße

Faszinierendes Weltall Kugelsterne in der Milchstraße

„Alt und Sexy – Kugelsternhaufen in der Milchstraße“ hat Astrophysiker Dr. Tim-Oliver Husser seinen Vortrag genannt, der die Vortragsserie „Faszinierendes Weltall“ eröffnete. Bis März sind zehn Veranstaltungen geplant.

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Vom Weltrausteleskop Hubble aufgenommen: Kugelsternhaufen.

Quelle: dpa

Göttingen. „Der Himmel über der Südhalbkugel ist einen Blick wert“, kommentiert Husser das erste von zahlreichen Bildern, mit dem er seinen Vortrag illustriert. Im abgedunkelten Hörsaal entfaltet die Aufnahme des Sternenhimmels über dem Gipfel des Cerro Paranal in der chilenischen Atacama-Wüste seine Wirkung. Hier steht im Observatorium der „Europäischen Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre“ das Very Large Telescope, mit dem unter anderem die sogenannten Kugelsternhaufen beobachtet werden, einer kugelförmigen Ansammlung von mehreren 1000 Sternen.

Vortragsreihe

Die Vortragsreihe "Faszinierendes Weltall" beginnt vierzehntägig dienstags um 20 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude, Platz der Göttinger Sieben 5, Raum 008. Am 1. November geht es um "Das Rätsel der kosmischen Neutrinos" im Vortrag von Prof. Karl Mannheim, Würzburg.

Lebendig und anschaulich präsentiert Husser den 130 Zuschauern die aktuellen Forschungsergebnisse, die mithilfe des 3D-Spektrographen „Muse“ (Multi Unit Spectroscopic Explorer) gewonnen werden konnten. An der Fertigstellung des Instruments hat ein Göttinger Ingenieursteam entscheidend mitgewirkt. Es liefert dreidimensionale Ansichten des Weltraums in einem Datenkubus von 300 mal 300 räumlichen Pixeln. „Was wir da an Rohdaten produzieren, ist eine ganze Menge.“, sagt Husser.

Weiße Zwerge und rote Riesen

Mit seinem Forschungsteam betrachtet der Astronom vom Institut für Astrophysik der Universität Göttingen 25 der 150 Kugelsternhaufen in  der Milchstraße und gewinnt so Erkenntnisse über die Entwicklung von Sternen. Anhand von Diagrammen und Videosimulationen demonstriert er dem Publikum ihre Entstehung aus einer Gaswolke und ihren Weg vom Roten Riesen zum masseärmeren Weißen Zwerg, und gibt auch dem Laien einen Einblick in einen Vorgang, der über Milliarden von Jahren verläuft.

Von Jana Probst

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