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Göttingen Land gibt 15 Millionen Euro für Superrechner frei
Campus Göttingen Land gibt 15 Millionen Euro für Superrechner frei
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00:17 29.04.2017
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Göttingen

„Ein weiterer Leuchtturm für den Wissenschaftsstandort Göttingen“, freut sich die Abgeordnete.

Als technologisch aktuelles Nachfolgesystem soll der geplante HLRN-IV-Rechner den Vorgänger HLRN III am bisherigen Standort Hannover ersetzen. Ähnlich wie sein Vorgänger soll der neue Superrechner rund 15 Millionen Euro kosten. Die Investitionskosten in Höhe von 15 Mio. Euro tragen die sieben im Norddeutschen Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnern (HLRN) zusammengeschlossenen Länder gemeinsam mit dem Bund. Zweiter Standort eines solchen Hochleistungsrechners ist wie bisher das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin.

Der Superrechner sei ein „weiterer Leuchtturm für den Wissenschaftsstandort Göttingen“, sagte Andretta unmittelbar nach dem Beschluss. Göttingen habe vor der Standortentscheidung mit einem hocheffizienten Energiekonzept überzeugte. Es sehe vor, Energie künftig nicht nur effizienter einzusetzen, sondern auch Erdwärme zur Energieerzeugung zu nutzen. Hochleistungsrechner sind enorme Stromfresser, daher sei die Höhe der Energiekosten für eine wirtschaftliche Nutzung entscheidend.

Göttingen hatte den Zuschlag zuvor von der Landesregierung bekommen. Solche Superrechner werden in der Wissenschaft eingesetzt, um komplexe Modellrechnungen vornehmen zu können. Vor allem Umwelt-, Klima- und Meeresforscher benötigen gigantische Rechenkapazitäten für ihre Simulationen, beispielsweise zur Vorhersage von Wirbelstürmen oder zur Optimierung von Windenergieanlagen.

Zum Hintergrund

Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein Forschungsgroßgerät gemäß Artikel 91 b GG, das durch die Länder des HLRN-Verbundes (Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) unter Federführung der Stiftung Universität Göttingen und des Konrad-Zuse-Zentrums für Informationstechnik Berlin (ZIB) für die Förderphase 2017 beim Wissenschaftsrat eingereicht und mit Bestnote begutachtet wurde. Die Kosten für den Rechner als Großgerät betragen insgesamt 30 Millionen Euro. Im HLRN-Verbund ist vereinbart worden, dass zwei Teilsysteme des HLRN-IV zu gleichen Kostenteilen von je 15 Millionen Euro in Berlin und Göttingen aufgestellt werden. Der Bund trägt 50 Prozent der Gesamtkosten. Die Bundesmittel fließen korrespondierend zu den jeweiligen Länderanteilen in die am Verbund beteiligten Länder. Die jeweiligen Länderanteile am HLRN-IV-System sind nach dem Königsteiner Schlüssel berechnet worden. Der niedersächsische Anteil beträgt etwa zehn Millionen Euro. Die Hälfte dieser Kosten trägt der Bund. Damit investiert Niedersachsen gut fünf Millionen Euro am Standort Göttingen. r

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