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„Landkarte“ des kreativen Handwerks erstellen

Bedeutung der Handwerker für Kulturwirtschaft „Landkarte“ des kreativen Handwerks erstellen

Die Kultur- und Kreativwirtschaft gilt als eine der Zukunftsbranchen Deutschlands und wächst beständig. Wie groß die Bedeutung des Handwerks für diesen Bereich ist, untersuchen nun Wissenschaftler des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen zusammen mit dem Büro für Kulturwirtschaftsforschung Köln.

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Schmieden: Über solche kreativen Gewerke will das Forschungsprojekt Daten sammeln.

Quelle: dpa

Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zunächst für ein Jahr mit 120 000 Euro unterstützt.

Die Forscher wollen sämtliche 151 Handwerksbranchen daraufhin untersuchen, ob in ihnen kultur- und kreativwirtschaftlich bedeutsame Tätigkeiten ausgeübt werden. Diese Branchen werden dann eingehend beschrieben, wobei sowohl der historische Hintergrund als auch das heutige Tätigkeitsspektrum und die Möglichkeiten zur Fortbildung und Qualifizierung dargestellt werden. Ausführliche Beschreibungen von besonders kreativen Gewerken wie beispielsweise Musikinstrumentebauer, Kunsthandwerker oder Kirchenglaser ergänzen diesen Katalog. So soll im Rahmen des Forschungsprojekts nach und nach eine Art „Landkarte“ aller Handwerke erstellt werden, die einen Beitrag zur Kultur- und Kreativwirtschaft leisten. Außerdem wollen die Wissenschaftler eine empirische Erhebung in relevanten Handwerksbetrieben durchführen. Die Ergebnisse werden dann mit Daten des Statistischen Bundesamtes gewichtet.

Auf diese Weise sollen erstmals belastbare Daten über die Zahl der kreativwirtschaftlich tätigen Handwerksbetriebe, ihrer Beschäftigten und ihren Umsatz ermittelt werden. Darüber hinaus will das Forschungsprojekt dazu beitragen, den bisherigen Kernbereichen der Kultur- und Kreativwirtschaft neue Wirtschaftszweige hinzuzufügen. Bestehende Förderprogramme könnten dann auch für Handwerksbetriebe geöffnet werden, um auf diese Weise deren Wettbewerbssituation zu verbessern.

Zum bisherigen Kernbereich der Kulturwirtschaft gehören unter anderem das Verlagsgewerbe, die Rundfunk- und Fernsehwirtschaft, bildende Künste, Literatur, Musik, Museen, Architektur und die Designwirtschaft. Ihr Umsatz beträgt über 117 Milliarden Euro jährlich.

pug

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