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Göttingen Winckelmann-Theaterprojekt: Neufassung
Campus Göttingen Winckelmann-Theaterprojekt: Neufassung
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16:13 09.08.2018
Götz Lautenbach als Johann Joachim Winckelmann. Quelle: r
Göttingen

„Nach dem großen Erfolg der ersten vier Vorstellungen des Winckelmann-Theaterprojektes im Archäologischen Institut der Georg-August-Universität Göttingen sind im September und Oktober drei weitere Termine einer neuen, erweiterten Stückfassung anberaumt“, heißt es von den Veranstaltern. „Bundesweite Fachwelt und Öffentlichkeit waren begeistert von der Sprachgewalt des Winckelmannschen Originaltexte und deren schauspielerischer Umsetzung“.

Kunsthistoriker und Begründer der klassischen Archäologie

Winckelmann war ein deutscher Antiquar, Bibliothekar und Kunsthistoriker und gilt als Begründer der klassischen Archäologie. Er lebte von 1717 bis 1768 und arbeitete unter anderem für die österreichische Kaiserin Maria Theresia. 1763 wurde der deutsche Kunsthistoriker von Papst Clemens XIII. zum „Aufseher der Altertümer“ im Kirchenstaat ernannt. Und seit 1764 war er Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften. Zeit seines Lebens kämpfte der sich offen zu seiner Homosexualität bekennende Winckelmann um öffentliche Anerkennung.

Bei der Theateraufführung folgen die Zuschauer den Schauspielern Götz Lautenbach und Philipp Schlöter durch historische Treppenhäuser, Hörsäle und Ausstellungsräume des Archäologischen Instituts. Dabei soll Winckelmanns für die damalige Zeit außergewöhnliches Leben, sowie seine emotionale Zerrissenheit zum Ausdruck kommen. Dazu passend zeigt das archäologische Institut die Ausstellung „Schönheit und Wissenschaft“. Bei dieser werden Exponate des Instituts aus der Zeit des Klassizismus der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Theaterstück „Komm und sieh die Stadt der Freiheit!“ ist Teil einer Performance-Reihe der Georg-August-Universität Göttingen, bei der sowohl Sammlungen aus dem 18. Jahrhundert, als auch deren Gelehrte und Schriftsteller präsentiert werden. Weil bei der Aufführung Wege durch verschiedene Räume zurückgelegt werden, bitten die Veranstalter ihre Gäste, sicheres Schuhwerk zu tragen. Die Räumlichkeiten seien nur bedingt barrierefrei, Rollstuhlfahrer werden gebeten, sich unter Telefon 05 51/39 75 02 anzumelden. Die Idee für das Theaterformat entwickelte Lautenbach 2012 für die Aufführung von „Georg Forster - Spaziergang nach Tahiti“ im Rahmen der Universitätsausstellung „Dinge des Wissens“.

Premiere am 30. September

Die Premiere der erweiterten Stückfassung beginnt am Sonntag, 30. September, um 16 Uhr. Veranstaltungsort ist das Archäologisches Institut, Nikolausberger Weg 15, in Göttingen. Weitere Aufführungen sind an den beiden darauffolgenden Sonntagen, ebenfalls um 16 Uhr, geplant. Der Eintrittspreis beträgt 14 Euro, ermäßigt 10 Euro. Eintrittskarten sind im archäologischen Institut montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, sowie in der Touristik-Information im alten Rathaus und an der Abendkasse erhältlich. Außerdem können Karten unter Telefon 05 51/ 39 75 02 vorbestellt werden.

Von Max Brasch

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