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Leuchtturm mit Labors und Klimakammern

Richtfest für Schwann-Schleiden-Forschungszentrum Leuchtturm mit Labors und Klimakammern

Rekordverdächtig ist die bisherige Bauzeit für das „Schwann-Schleiden-Forschungszentrum für zelluläre Biologie“: Im Februar begonnen, feierte die Universität Göttingen am Mittwoch Richtfest des Rohbaus am Justus-von-Liebig-Weg.

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Richtspruch für Gebäude der Wissenschaft: Zimmerleute Jan Rehmet und Tobias Langhans (re.).

Quelle: JV

Der Stahlbeton-Bau nach einem Entwurf der Göttinger Architekten-Werkstatt (GAW) werde voraussichtlich im März 2011 fertiggestellt, so Rainer Bolli vom Gebäudemanagement der Universität. Bisher seien 3500 Kubikmeter Beton, 65 Beton-Fertigteile á zwölf Tonnen und 540 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut.

„Mit diesem Bau wird der Leuchtturm Neurowissenschaften in Göttingen nachhaltig gestärkt“, sagte Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof. Johanna Wanka (CDU). Die 23,5 Millionen Euro Landesmittel stammten aus dem Konjunkturpaket II. Von den 192 Millionen Euro, die das Ministerium für Wissenschaft und Kultur zur Verfügung hatte, seien 150 Millionen Euro in die Wissenschaft und davon 45 Millionen Euro in Göttinger Projekte geflossen, hob Wanka hervor. Das Konjunkturpaket sei in der Krise die richtige Strategie gewesen, betonte die Ministerin. Auch Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) bewertete das Konjunkturpaket positiv und freute sich über die Stärkung des Wissenschaftsstandortes durch neue Forschungszentren. Dazu passte auch die Nachricht der Ministerin, dass das Land die Bauanmeldung für Sanierung und Umgestaltung des Gebäudes der Fakultät für Chemie angenommen und 98 Millionen Euro dafür vorsieht. Möglichst noch im Jahr 2012, so Gebäudemanager Bolli, sollen die Arbeiten beginnen.

Das Schwann-Schleiden-Forschungszentrum soll im nächsten Jahr von fünf Abteilungen der Neuro- und Pflanzenbiologie bezogen werden. Von den 3200 Quadratmetern Gesamtfläche sind 2200 Labore. Außerdem haben die Wissenschaftler 20 Klimakammern für die Anzucht von Pflanzen und Fliegen. Die Erforschung der molekularen Prozesse beim Weiterleiten von Signalen in einer Zelle habe in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen, sagte Universitätspräsident Prof. Kurt von Figura. Im neuen Gebäude könne die transdisziplinäre Zusammenarbeit verbessert werden.

Matthias Schleiden, studierte in Göttingen Medizin und entdeckte dabei sein Interesse für Botanik. Er formulierte im Jahr 1838 in Berlin die Zelltheorie für die Pflanzen. Theodor Schwann an der Universität Löwen erweiterte diese Aussage auf tierische Organismen. 1839 publizierten sie ihre Ergebnisse gemeinsam. Der Name des Zentrums soll an die Synergien erinnern, die durch das Überprüfen von Konzeptionen in verschiedenen Systemen entstehen.

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