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Linke Gruppen bei Göttinger StuPa-Wahlen vorn

#CampusGÖ Linke Gruppen bei Göttinger StuPa-Wahlen vorn

Tränen bei den Einen, Sekt bei den Anderen: Nach den Wahlen zum Studierendenparlament hoffen linke Gruppen auf eine Mehrheit. Wer künftig den AStA der Universität Göttingen stellt, steht aber noch nicht fest.

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Quelle: Höland

Göttingen. „Die bisherige Koalition ist gescheitert.“ Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF), Kay Tuschen, wirkt verbittert. Andere Koalitionsmitglieder hatten nach Bekanntgabe des Ergebnisses Tränen in den Augen. Tuschens Hochschulgruppe konnte zwar zulegen, die bisherige Koalition mit dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) hat mit künftig 30 von 61 Sitzen aber die Mehrheit im Studierendenparlament der Georg-August-Universität verloren. Die dorthin gewählten Parlamentarier bilden Koalitionen, die dann den Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) wählen.

 
„Der wird links“, prognostizierte Silke Hansmann, Spitzenkandidatin der Juso-Hochschulgruppe. Die Grüne Hochschulgruppe (GHG), Basisgruppenliste (BG), Jusos und Schwarz-Rot-Kollabs (SRK) kommen gemeinsam auf 29 Sitze im Parlament.

Sitzverteilung: ADF 21, GHG 13, Jusos 11, RCDS 9, Basisgruppenliste 4, Die Partei 2, Schwarz-Rot Kollabs 1, JA 0, LHG 0

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Jungsozialistin Hansmann hofft aber auf eine Kooperation mit der Satiregruppe „Die Partei“, deren zwei Sitze für eine „linke Mehrheit ausreichen würden.“ Dort will sich Spitzenkandidat Lennart Sörensen nach dem Ergebnis „erstmal orientieren“ und noch keine Zusagen machen. Weil seine Mitstreiter früher für linke Gruppen angetreten sind, hält die Spitzenkandidatin der GHG, Vivien Bohm, eine Koalition aber für „rechnerisch möglich und wahrscheinlich“. Bohm und die anderen Gruppen wollen nun Koalitionsgespräche führen. Im März wählt das Studierendenparlament (Stupa) voraussichtlich den neuen AStA.

 
Der RCDS stellt sich mit Blick auf das nächste Stupa auf eine Oppositionsrolle ein. Spitzenkandidat Henrik Wärner teilte mit, er wolle die Arbeit des künftigen AStA kritisch begleiten, „um das Maximum für die Studierenden rauszholen“. Die ADF will hingegen „abwarten, was die nächsten Wochen so bringen“, teilte Tuschen mit.

 
Die liberale Hochschulgruppe (LHG) und die „Junge Alternative Hochschulgruppe“ (JA) haben keine Sitze im künftigen Studierendenparlament. Mit etwa 30 Prozent lag die Wahlbeteiligung auf dem Niveau der Vorjahre ergab die Auszählung am Freitag im Uni-Gebäude am Waldweg. Das amtliche Endergebnis der Uni-Wahlen 2016 wird für nächste Woche erwartet.

 

Von Christoph Höland

Ergebnisse der StuPa-Wahl

Rund 30.600 Studierende der Universität Göttingen waren vom 19. bis 21. Januar zur Wahl aufgerufen. Neben Gremien auf Fakultäts- und Institutsebene haben sie das Studierendenparlament (StuPa) gewählt. Es hat 61 Sitze. Das vorläufige Ergebnis nach AStA-Angaben (Detail-Übersichten in der Galerie):

 
Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF): 21 (+2), Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS): 9 (-), Juso-Hochschulgruppe: 11 (+5), Grüne Hochschulgruppe (GHG): 13 (+1), Basisdemokratische Liste (BG): 4 (-), Schwarz-Rot-Kollabs (SRK): 1 (-2), Die Partei: 2 (-), Junge Alternative (JA): 0 (-)

 
Liberale Hochschulgruppe (LHG): 0 (-1). Die Wahlbeteiligung lag nach den vorläufigen Angaben bei 30 Prozent.

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