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Einzigartig in ihrer Fülle

Lüneburger Inschriften Einzigartig in ihrer Fülle

Die Göttinger Arbeitsstelle des interakademischen Forschungsvorhabens „Die Deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ wird am 26. April im Rathaus der Stadt Lüneburg den 100. Band der Reihe „Die Deutschen Inschriften“ der Öffentlichkeit vorstellen.

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Gemälde „Pax, die die Laster in Ketten hält“ aus dem Gemäldezyklus des Daniel Frese, Lüneburg, Rathaus, Große Ratsstube, um 1585.

Quelle: Wehking

Göttingen/Lüneburg. Der Band „Die Inschriften der Stadt Lüneburg“ präsentiert einen der bedeutendsten Inschriftenbestände Norddeutschlands. Er umfasst über 1000 Inschriften aus der Zeit vom 10. Jahrhundert bis zum Jahr 1650 und enthält über 500 Abbildungen. Bearbeitet wurde der Band von Dr. Sabine Wehking. Die Mitarbeiterin des Akademienprojekts wird bei der Buchvorstellung über „Eine Stadt unter dem Patronat des Friedens - Die Lüneburger Inschriften als Quellen für die Stadtgeschichte“ sprechen. Die Lüneburger Inschriften sind einzigartig in ihrer Fülle, denn die umfangreiche originale Überlieferung wird ergänzt durch eine schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts einsetzende kopiale Überlieferung der Inschriften von inzwischen längst zerstörten Grabdenkmälern. Die Dichte des Lüneburger Inschriftenbestands lässt erst spürbar nach, als die Stadt im Dreißigjährigen Krieg ihre Selbständigkeit und damit auch das patrizische Selbstbewusstsein verliert.

Info

Die Inschriften der Stadt Lüneburg, gesammelt und bearbeitet von Dr. Sabine Wehking, Wiesbaden 2017 (Die Deutschen Inschriften, Band 100, Göttinger Reihe 19. Band). Zwei Teilbände mit 1072 S. sowie 144 Tafeln mit 276 S/W- und 256 Farbabbildungen.

Die Lüneburger Inschriften demonstrieren gleichermaßen die spätmittelalterliche Frömmigkeit der städtischen Oberschicht und ihr Bekenntnis zur Lehre Luthers nach 1531. Die Rezeption lutherischer Grundgedanken lässt sich an vielen Inschriften, besonders auch in den großen Bild-/Textprogrammen des Rathauses nachweisen. Aus den einzelnen Artikeln des Bandes ergibt sich zum einen ein enges personelles Geflecht der Patrizierfamilien untereinander, zum anderen zeigen verschiedene auf dieselbe Person bezogene Inschriften diese als Stifter und Initiator, als Hausbesitzer und als schon zu Lebzeiten um ein repräsentatives Grabdenkmal bemühten Bürger oder Patrizier. chb/r

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