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Mathematiker Helfgott erhält Humboldt-Professur an der Universität Göttingen

Berufung Mathematiker Helfgott erhält Humboldt-Professur an der Universität Göttingen

Dem Mathematiker Harald Helfgott wird am Dienstag die Alexander von Humboldt-Professur verliehen. Helfgott wird von Paris nach Göttingen wechseln und künftig am Mathematischen Institut der Universität arbeiten.

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Harald Helfgott wird den Göttinger Forschungsschwerpunkt Diskrete algebraische Strukturen und Zahlentheorie verstärken.

Quelle: EF

Berlin / Göttingen. Dafür steht ihm ein Preisgeld von 3,5 Millionen Euro zur Verfügung, das ihm für seine Forschung in Deutschland in den ersten fünf Jahren zur Verfügung steht. Neben Helfgott werden vier Wissenschaftlerinnen, die ebenfalls im Ausland forschen, mit der Professur ausgezeichnet.

Der im November 1977 in Peru geborene Mathematiker Helfgott ist mit 37 Jahren einer der jüngsten Humboldt-Professoren überhaupt und einer der weltweit führenden Mathematiker in der analytischen Zahlentheorie und in der Gruppentheorie. Im Jahr 2014 machte er von sich reden, weil er auf dem Mathematiker-Kongress ICM in Seoul einen Beweis für die Goldbachsche Vermutung lieferte.

Diese besagt: Jede ungerade Zahl größer oder gleich 7 ist die Summe von drei Primzahlen. Sie beschäftigt die Mathematik seit dem 18. Jahrhundert. Nach einem Beweis, der sie eindeutig belegt oder widerlegt, wurde über 200 Jahre vergeblich gesucht.

2013 entwickelte Helfgott einen Lösungsweg für die Schwache Goldbachsche Vermutung, auch mithilfe von Tests am Computer, um ihre Richtigkeit zu beweisen. Damit wurde er in Seoul zu einem aussichtsreichen Kandidaten auf die Fields-Medaille; erhielt sie jedoch nicht. Sie gilt Mathematikern als höchste Auszeichnung in ihrem Fach.

Aber verliehen wird sie nur Mathematikern bis zum Alter von 40 Jahren. Im Jahr 2018, wenn wieder Fields-Medaillen verliehen werden, wird Helfgott für die Fields-Medaille zu alt sein.

Nun kommt mit Helfgott „einer der weltweit führenden Mathematiker in der analytischen Zahlentheorie und in der Gruppentheorie an die Universität Göttingen, um als Alexander von Humboldt-Professor den Forschungsschwerpunkt Diskrete algebraische Strukturen und Zahlentheorie zu verstärken – und Göttingen von einem international anerkannten zu einem weltweit führenden Standort auf diesem Gebiet ausbauen“, sagt Prof. Jörg Brüdern, Direktor des Mathematischen Instituts, der die Nominierung von Helfgott empfohlen hat.

Helfgott forscht seit 2010 am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Paris. Dort ist er seit 2014 Forschungsprofessor. Nach seinem Studium an der Brandeis University wurde er 2003 an der Princeton University, beide USA, promoviert. Danach war er als Postdoc an der Yale University, USA, und als Lecturer an der Université de Montréal, Kanada, tätig.

Nach einer Station an der University of Bristol in Großbritannien wechselte Helfgott 2010 nach Frankreich an das CNRS. Er ist Mitglied der American Mathematical Society sowie der Société mathématique de France. In Peru ist er Honorarprofessor an der Universidad Nacional Mayor de San Marcos.

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