Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Max-Planck-Gesellschaft beruft Hörforscher Moser zum Fellow

Weitere Arbeitsgruppe in Max-Planck-Institut Max-Planck-Gesellschaft beruft Hörforscher Moser zum Fellow

Die Max-Planck-Gesellschaft hat den Göttinger Universitätsprofessor Tobias Moser zum Fellow berufen. Ab Januar 2016 wird der Hörforscher zu den 60 Hochschulwissenschaftlern zählen, die an Max-Planck-Instituten Mittel und Infrastruktur für eine Arbeitsgruppe erhalten.

Voriger Artikel
Städtisches Museum Göttingen setzt Provenienzforschung fort
Nächster Artikel
Göttinger Krebszentrum bietet Online-Fortbildungen für Ärzte

Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), wurde von den Direktoren des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie (MPI-BPC) und des Max-Planck-Instituts für Experimentelle Medizin (MPI-EM) für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Quelle: cr

Göttingen. Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), wurde von den Direktoren des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie (MPI-BPC) und des Max-Planck-Instituts für Experimentelle Medizin (MPI-EM) für die Auszeichnung vorgeschlagen. Der Wissenschaftler arbeite bereits seit Jahren mit Wissenschaftlern beider Institute zusammen und sei als „Integrationsfigur und Organisator für den Neuro-Campus Göttingen nicht mehr wegzudenken“, sagte Herbert Jäckle, Geschäftsführender Direktor des MPI-BPC. Klaus-Armin Nave, Geschäftsführender Direktor am MPI-EM, erklärte: „Herr Moser verbindet am Göttingen Campus seit Jahren Grundlagenforschung erfolgreich mit klinischer Praxis.“ 

Um das Hören für Betroffene zu verbessern, entwickelt das Team um Moser neue gentherapeutische und optogenetische Ansätze. Einen wichtigen Durchbruch können die Hörforscher bereits vorweisen: Ihnen gelang es, die Nervenzellen der Hörschnecke im Innenohr mit Licht anzuregen – viel präziser, als es mit derzeitigen, auf elektrischer Stimulation basierenden Innenohr-Implantaten möglich ist. Die Forscher hoffen, dass sich damit eine neue Generation von Hörprothesen entwickeln lässt, mit denen sich Tonhöhen besser wahrnehmen lassen.

Neben dem optogenetischen Projekt interessiert den Forscher derzeit besonders, wie die Schallkodierung funktioniert, und was auf molekularer und zellulärer Ebene dahinter steckt, dass Schall mit einer ungeheuren zeitlichen Präzision verarbeitet wird. „Die Berufung zum Max Planck-Fellow ermöglicht mir, zwei entscheidenden Fragen noch besser auf den Grund zu gehen: Wie funktioniert das sehr komplexe Wechselspiel zwischen den mit Botenstoff gefüllten Bläschen und den Kalziumkanälen an der Synapse? Und welche Rolle spielt das Schwerhörigkeitsgen Otoferlin an der Synapse von Haarsinneszellen?“ so Moser.

Moser, geboren 1968, forschte für seine Promotion in der Abteilung Membranbiophysik von Nobelpreisträger Erwin Neher am MPI-BPC und forschte dort auch als Postdoktorand und Nachwuchsgruppenleiter. Parallel dazu absolvierte er eine Facharztausbildung an der UMG, wo er sich auch habilitierte und 2005 berufen wurde.In diesem Jahr erhielt Moser den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis und eine Forschungsförderung der Europäischen Union.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ausstellung „on/off“ über den Nobelpreis in der Alten Mensa Göttingen