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Max-Planck-Gesellschaft verbessert Ausbildungs- und Karrierebedingungen

50 Millionen Euro für den Nachwuchs Max-Planck-Gesellschaft verbessert Ausbildungs- und Karrierebedingungen

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG)stellt ihre Nachwuchsförderung neu auf. Das Gesamtpaket besteht nicht nur aus neuen Förderstrukturen und detaillierten Betreuungsrichtlinien, sondern soll darüber hinaus auch künftig für mehr Transparenz bei den Karrierewegen sorgen.

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Aus 123 Ländern kommen junge Wissenschaftler der Max-Planck-Institute.

Quelle: EF

München. Dafür wird die MPG die Mittel in der Nachwuchsförderung um fast 40 Prozent anheben. Das entspricht im Endausbau jährlich knapp 50 Millionen Euro. „Wir haben uns entschieden, diese Mittel nicht in das Wachstum unserer Organisation, sondern in die Nachwuchsförderung zu investieren“, erklärt Max-Planck-Präsident Martin Stratmann.

Über 3400 Doktoranden forschen in der MPG. Mit 54 Prozent ist der Ausländeranteil unter ihnen deutlich höher als an anderen Forschungseinrichtungen oder Universitäten in Deutschland. Doch der internationale Wettbewerb um junge, kreative Talente nimmt zu: „Es ist deshalb unerlässlich, dass wir unsere Karrierestrukturen fortlaufend weiterentwickeln“, so Stratmann. Die MPG wird zukünftig alle Doktoranden, die für ihre Promotion an einem Max-Planck-Institut forschen, mit einem Fördervertrag ausstatten. Bisher hatte die Mehrheit vor allem auch der ausländischen Doktoranden ein Stipendium. Der Max-Planck-Fördervertrag ermöglicht es, die wissenschaftliche Freiheit des Stipendiums mit der sozialen Sicherheit eines Arbeitsvertrages zu kombinieren. Der Fördervertrag wird vor Beginn der Promotion über eine Laufzeit von drei Jahren geschlossen und kann um weitere zwölf Monate verlängert werden.

Bei der Betreuung hat die MPG ihre Leitlinien zur Doktorandenausbildung überarbeitet. Unter anderem soll allen Promovierenden zukünftig neben den hauptverantwortlich Betreuenden ein zweiter unabhängiger Wissenschaftler beratend zur Seite stehen. Die Gesamtzahl der Promovierenden pro Betreuer soll so gewählt sein, dass eine gute Betreuung sichergestellt ist. „Mit diesen Richtlinien wollen wir einen Standard im deutschen Wissenschaftssystem setzen“, sagt Stratmann. „Darüber hinaus müssen wir mehr Unterstützung bei der beruflichen Orientierung leisten, denn über 90 Prozent der Doktoranden werden nicht in der akademischen Forschung bleiben.“ Erstmals gibt es auch Leitlinien für die International Max Planck Research Schools (IMPRS), die die Max-Planck-Institute in Kooperation mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland und im Ausland betreiben. Im Jahr 2000 ging die erste IMPRS an den Start; mittlerweile gibt es 60 IMPRS, die die Möglichkeit einer strukturierten Graduiertenausbildung mit festgelegtem Curriculum anbieten.

Auch Postdoktoranden erhalten künftig nur noch Arbeitsverträge entsprechend des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD). Stipendien werden an wissenschaftliche Gäste vergeben, die projektbezogen und vorübergehend an Max-Planck-Instituten forschen. Die neue Förderstruktur wird ab dem 1. Juli wirksam. Bereits laufende Stipendien bestehen davon unabhängig weiter.

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