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Megastädte New York, Singapur und Johannesburg

Preis für Göttinger MPI-Forschung Megastädte New York, Singapur und Johannesburg

Wie können Menschen mit immer vielfältigeren Eigenschaften in weltweit rasch wachsenden Städten zusammen leben? Die Vereinten Nationen (UN) schätzen, dass sich die städtische Bevölkerung bis 2050 verdoppeln wird.

Am Göttinger Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften untersucht Prof. Steven Vertovec die Entwicklung und Verschiedenheit der Megastädte. Die Europäische Kommission hat Vertovec einen „ERC Advanced Investigator Grant“ verliehen, der mit einer Forschungsförderung in Höhe von 2,29 Millionen Euro verbunden ist. Die Advanced Investigators Grants des ERC werden jährlich an ausgewählte Forscher verliehen, die in den vergangenen zehn Jahren ihrer Karriere bedeutende Forschungsergebnisse erarbeitet haben.

Die zentrale Forschungsfrage des Projekts von Vertovec lautet: Vergleicht man öffentliche Räume in Städten, was sorgt für Gemeinsamkeiten und Unterschiede in sozialen und räumlichen Mustern unter den Bedingungen der Diversifizierung, wenn „neue Vielfalt“ auf „alte Vielfalt“ trifft? Das Projekt umfasst vergleichende, interdisziplinäre, methodisch vielfältige Forschung in drei Kontexten von „Super-Diversity“: New York (eine klassische Einwanderungsstadt mit neuen globalen Migrationsströme unter breiter Unterstützung des politischen Umfelds), Singapur (von ethnisch-kultureller Politik dominiert und völlig abhängig von neuer, stark eingeschränkter Migration) und Johannesburg (vor dem Hintergrund der Apartheid geprägt von Spannungen um neue nicht regulierte pan-afrikanische Migrationsströme).

Vertovec, Jahrgang 1957, ist seit 2007 Direktor am Göttinger MPI. Der Anthropologe war zuvor in Oxford tätig.

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