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Mehr Insektenarten in kleinräumigen Landschaftsstrukturen

Mosaiklandschaften fördern Vielfalt Mehr Insektenarten in kleinräumigen Landschaftsstrukturen

Eine kleinräumige Landschaftsstruktur fördert die Insektenvielfalt im Grünland und kann sogar negative Auswirkungen einer intensiven Landnutzung ausgleichen. Das haben Agrarökologen der Universitäten Göttingen und Würzburg herausgefunden.

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Eine kleinräumige Landschaftsstruktur fördert die Insektenvielfalt im Grünland und kann sogar negative Auswirkungen einer intensiven Landnutzung ausgleichen.

Quelle: ef

Göttingen. Die Forscher zeigten unter anderem, dass spezialisierte, ausbreitungsschwache und oftmals gefährdete Schmetterlingsarten in kleinräumig strukturierten Landschaften häufiger vorkommen als in ausgeräumten Agrarlandschaften.

Die Wissenschaftler untersuchten anhand von 91 Beispielflächen in Deutschland, welche Auswirkungen die Zusammensetzung und räumliche Struktur der Agrarlandschaft und die Intensität der Landnutzung auf die funktionelle Zusammensetzung von Schmetterlingsgemeinschaften im Grünland haben.

„Die positiven Effekte einer kleinräumigen Landschaftsstruktur im Grünland können sogar negative Auswirkungen einer intensiven Landnutzung ausgleichen, so dass selbst auf intensiv genutzten Grünlandflächen funktionell diverse Artengemeinschaften mit vielen kleinen, spezialisierten und ausbreitungsschwachen Arten vorkommen“, erläutert die Leiterin der Studie, Dr. Catrin Westphal von der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen.

„Um den Rückgang der Artenvielfalt in Agrarlandschaften zu stoppen, sollte neben dem lokalen Management von Lebensräumen auch die Heterogenität von Agrarlandschaften erhalten oder verbessert werden“, ergänzt Abteilungsleiter Prof. Teja Tscharntke. „Dies wäre auch ein Ziel für die EU-Biodiversitätsstrategie 2020.“ Die Studie ist Teil des DFG-Forschungsprojekts „Exploratorien zur funktionellen Biodiversitätsforschung“, die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology erschienen.

eb

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