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Göttingen Mensa am Wilhelmsplatz schließt
Campus Göttingen Mensa am Wilhelmsplatz schließt
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09:59 04.11.2009
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Vor zwei Jahren zeichnete sich bereits ab, dass das Ende der „Willi-Mensa“ naht. Damals wurde das Abendangebot eingestellt mit dem Hinweis, dass immer weniger Gäste die Taberna besuchten. Nun hat das Studentenwerk aus den erneut auch beim Mittagsangebot zurückgegangenen Zahlen die Konsequenzen gezogen: „Nach 87 Jahren Betrieb der ,Mensa Academica’ stellt das Studentenwerk den Betrieb der Mensa endgültig ein“, heißt es in einer Erklärung. Zuletzt habe es mittags nur noch um die 300 Gäste gegeben.

„Zum Bäcker um die Ecke“

Zu denen zählte auch Britta Lesniak, die gestern wie so oft in die Mensa kam. Künftig will sie „lieber zum Bäcker um die Ecke gehen“ als in die Zentralmensa, meint die Studentin der Musikwissenschaft, weil die Mittagszeit zu knapp. Eine Stunde müsse für den Weg von der Kurzen Geismarstraße zur Zentralmensa, dortige Warte- und Essenszeit schon eingeplant werden, meint auch Magdalena Pitt. Sie bedauert die Schließung. „Es so schön, hier im Sommer draußen zu sitzen“, sagt die Studentin der Musikwissenschaften.
Dass in der Innenstadt immer weniger Institute der Universität ihren Sitz haben, hat zum Nutzerschwund geführt. Aber „für die Musikwissenschaft ist das hier natürlich die Mensa“, so Philipp Sobecki, der sich auf einen Umweg und höheren Zeitaufwand einstellt, wenn es die „Willi-Mensa“ nicht mehr gibt.

Von Kellnern und Schlangen

Auch in der Willi-Mensa habe es Zeiten gegeben mit Schlangen bis zur Eingangstür, erinnert sich der Student der Philosophie und Musikwissenschaft Sobecki. Aber sein Tischnachbar hat beobachtet, dass seit Eröffnung der neuen Zentralmensa „es wesentlich weniger geworden ist“ in der alten Mensa. „Ich finde es sehr, sehr schade, dass diese Mensa schließt“, sagt Ulrich Bitter. Der Freiberufler gehört zu den Externen, die gerne hier zu Mittag essen – und das „schon jahrelang“. Bitter will zur Mensa am Turm wechseln.
Die 1922 eingerichtete Mensa hatte in ihrer Anfangszeit bis zu 2300 Essensgäste pro Tag auf zwei Etagen. 1949 wurde im selben Gebäude die „Taberna academica“ eröffnet. Hier wurde den Studierenden Abendessen und Essen à la carte geboten, das Kellner servierten.

Die vergangenen Zeiten zeigt in der Alten Mensa eine Fotausstellung. Sie ist bis zum 13. November zu sehen, wenn es „Goodbye Willi-Mensa“ heißt. Was aus den Räumen wird, steht noch nicht fest. Ein Tagungszentrum sei eine der Möglichkeiten, teilte das Studentenwerk zu den Gesprächen mit der Georg-August-Universität mit.

Von Angela Brünjes

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