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Michael Eckert stellt Biografie des Arnold Sommerfeld vor

Atomphysiker und Kulturbote Michael Eckert stellt Biografie des Arnold Sommerfeld vor

Er war Mitbegründer der modernen theoretischen Physik: Arnold Sommerfeld, geboren 1868 in Königsberg, gestorben 1951 in München.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Der Physiker Dr. Michael Eckert vom Forschungsinstitut des Deutschen Museums München hat eine Biografie Sommerfelds verfasst, die er am Mittwoch, 10. Dezember, in der Historischen Sternwarte, Geismarlandstraße 11, vorstellt. Die Präsentation beginnt um 18 Uhr.

1893 bis 1897 in Göttingen:  Arnold ­Sommerfeld.

1893 bis 1897 in Göttingen: Arnold ­Sommerfeld.

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In seiner Heimatstadt begann er 1886 das Studium der Mathematik, zu der dort damals auch die theoretische Physik gehörte. 1893 ging Sommerfeld nach Göttingen und wurde ein Jahr später Assistent des Göttinger Mathematikers Felix Klein. Zu seinen akademischen Lehrern in Königsberg gehörte David Hilpert, der 1895 ebenfalls nach Göttingen ging. Im selben Jahr habilitierte sich Sommerfeld in Göttingen im Fach Mathematik („Die mathematische Theorie der Diffraction“).

1906 wurde Sommerfeld an die Ludwig-Maximilians-Universität München auf den Lehrstuhl für theoretische Physik berufen. Zu seinen Schülern zählten unter anderem die Nobelpreisträger Werner Heisenberg und Wolfgang Pauli. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg unternahm Sommerfeld zahlreiche Reisen nach Asien (Indien, China, Japan) und in die USA, wo er auch 1922/23 als Gastprofessor an der University of Wisconsin  wirkte. In all diesen Ländern warb er für das Ansehen Deutschlands als Kulturnation. Seine Verdienste auf dem Gebiet der Forschung sind ebenso hoch wie in der Lehre.

Der Nationalsozialismus bedeutete für sein Institut das Ende. Sommerfeld wurde als „Hauptpropagandist jüdischer Theorien“ beschimpft. Nach 1945 bemühte er sich um einen Nachfolger, der die Tradition seiner Schule fortsetzen sollte – doch ohne Erfolg. 1951 starb Sommerfeld an den Folgen eines Verkehrsunfalls.

Eckert hat für seine Biografie die Korrespondenz Sommerfelds ausgewertet. Diese Briefe bieten Einblick in die Geschichte einer Wissenschaft im Stadium ihres Entstehens und in das Privatleben des Forschers.

Von Michael Schäfer

Michael Eckert: „Arnold Sommerfeld – Atomphysiker und Kulturbote 1868-1951. Eine Biografie“, Wallstein Verlag Göttingen, 604 Seiten, 39,90 Euro.
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