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Midsommar auf dem Göttinger Campus

Traditionelle Feier der Skandinavisten Midsommar auf dem Göttinger Campus

Ein Stück Schweden holt das Skandinavische Seminar der Georg-August-Universität jeden Sommer in die Stadt. Lehrende und Studierende haben am Dienstagabend gemeinsam das schwedische Fest der Sommersonnenwende gefeiert, das in Schweden „Midsommar“ heißt. Rund 80 Menschen wollten das erleben.

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Glanzlicht des Festes: der Auftritt des Skandi-Chors.    

Quelle: Pförtner

Göttingen. Bereits seit mehr als 50 Jahren begehen die Göttinger Skandinavisten die Sommersonnenwende. „Obwohl es das Ende des Semesters ist, feiert das ganze Seminar mit“, sagte Karin Hoff, die Leiterin des Skandinavischen Seminars. Das Midsommar-Fest bot seinen Besuchern einen Einblick in die schwedische Tradition.

Mehrere Bräuche wie  das Aufsetzten selbst gebastelter Blumenkränze und das Schmücken und Aufstellen der sogenannten „Majstång“ – Mittsommerstange oder Mitsommerbaum – waren Bestandteil des Festes. „Ich finde es schön, dass alle so enthusiastisch feiern“, meinte Elisabeth Romare, Schwedisch-Lektorin am Seminar.

Sommersonnenwende

Das Midsommar-Fest ist nach Weihnachten das zweitgrößte Fest der Schweden. Von den meisten wird es als Höhepunkt des Jahres empfunden und ganz traditionell mit Familie und Freunden auf dem Land gefeiert. Der Tag der Feier – Midsommardag – liegt jedes Jahr auf dem Sonnabend zwischen dem 20. und 26. Juni. Am Freitag zuvor, der „Midsommarafton“ genannt wird, werden Zweige und Blumen gepflückt und an die Majstång gebunden. Sie  wird auf einem offenen Platz aufgestellt.

Die typische Speisenfolge  enthält eingelegten Hering und junge Kartoffeln mit frischem Dill, Sauerrahm und rohen roten Zwiebeln, oft mit gegrillten Rippchen oder Lachs ergänzt. Zum Nachtisch kommen die ersten – schwedischen – Erdbeeren des Sommers mit Sahne auf den Tisch. Dazu werden Bier und Schnaps getrunken. aa

Ein Buffet mit selbst zubereiteten Speisen hatten die Studierenden zusammengestellt. Darunter waren auch schwedische Leckereien wie die berühmten Zimtschnecken, die in Schweden „Kanelbullar“ heißen. „Die Studierenden betreiben einen enormen Aufwand, um die Feier zu organisieren. Ich finde es einfach nur schön, dass wir die schwedische Tradition überführen und fröhlich und unideologisch hier feiern“, erklärte Hoff.

Ein besonderer Programmpunkt war der Auftritt des Skandi-Chors des Skandinavischen Seminars. 14 Sänger präsentierten am Abend schwedische Volkslieder. „Der Chor ist sehr professionell. Ich habe selten so einen guten Chor in Schweden erlebt“, lobte die Schwedin Romare den Auftritt.

„Wir haben einfach Lust, diese Musik zu singen, weil sie besonders ist. Für mich ist das fast die schönste Musik, die man als Chor singen kann“, sagte Sascha Herz, Leiter des Ensembles. „Midsommar ist wie Weihnachten im Sommer. Wir feiern alle friedlich miteinander. Der Aufwand bei den Vorbereitungen lohnt sich absolut, wenn ich sehe, wie viel Spaß die Leute haben“, fügte er hinzu.

Von Alisa Altrock

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