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Verwirrt und verunsichert

Mieterhöhungen: Studenten fühlen sich unter Druck gesetzt Verwirrt und verunsichert

Ein offener Brief der Wohnrauminitiative Göttingen hat erneut Fragen im Konflikt um Mieterhöhungen und Kündigungen durch das Studentenwerk aufgeworfen. In ihrem Brief äußern die Studierenden Verwirrung über des Vorgehen des Studentenwerks.

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Einige Vertreter der Wohnrauminitiative

Quelle: Fil

Göttingen. "Wir sind sowohl verwirrt, als auch verunsichert", schrieben die Bewohner der Wohnheime in der Bürgertstraße 50a, Goßlerstraße 17/17a und Humboldtallee 9 in einem gemeinsamen Brief an das Studentenwerk. Sie üben vor allem Kritik an der Kommunikation des Werks, das zunächst Kündigungen aussprach und Fristen setzte, noch am gleichen Tag aber auch mögliche Termine für ein von den Studierenden vorgeschlagenes Gespräch zugesandt hatte.

In einem ersten Gespräch sei es den Studierenden zufolge um die von ihnen angestrebten Kollektivverträge gegangen, und das Studentenwerk habe seine Bedenken zu dieser Art des Mietverhältnisses kommuniziert. Nach dem Gespräch hätten sich die Studierenden die vorgebrachten Kritikpunkte zu Herzen genommen und beabsichtigt in einer zweiten Runde Lösungen zu diskutieren. "Unser Kompromiss sieht Tranzparenz gegenüber dem Studentenwerk vor", stellen die Verfasser des offenen Briefes klar.

Die vom Studentenwerk vorgebrachte Kritik sollte in einem zweiten Gespräch diskutiert werden. Besonders durch die Fristsetzung zum Auszug fühlen sich die Bewohner des Hauses an der Humboldtallee 9 vom Studentenwerk erheblich unter Druck gesetzt, so die Schreiber.

Das Studentewerk reagierte auf den offenen Brief seinerseits mit einer Pressemitteilung. Darin teilte es unter anderem klar, dass seine Vertreter im ersten Gespräch deutlich gemacht hätten, dass Kollektivmietverträge keine Option darstellten. Gleichwohl habe man aber Verhandlungsbereitschaft auf Basis normaler Mietverträge signalisiert, um den Studierenden mehr Autonomie zu ermöglichen. Darauf sei von den Studierenden bisher nicht reagiert worden, ebenso lägen bisher keine Rückmeldungen zu vorgeschlagenen Gesprächsterminen vor. Diese hatte das Studentenwerk auf Anfrage der Wohnrauminitiative vorgeschlagen.

Prof. Hubert Merkel, Vorstandsvorsitzender des Studentenwerks, und Geschäftsführer Prof. Jörg Magull erklärten in der Stellungnahme ihre Gesprächsbereitschaft. Zudem werde sich der Vorstand des Studentenwerkes in seiner kommenden Sitzung mit dem offenen Brief der Wohnrauminitiative auseinandersetzen. Magull ergänzte: „Ich fordere die Studierenden in den drei Häusern auf, ohne Vorbedingungen die Gesprächsangebote anzunehmen. Noch ist genug Zeit, eine Lösung zu finden.“

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