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Eine echte Querschnittstechnologie

Ministerpräsident Stephan Weil zu Besuch Eine echte Querschnittstechnologie

„Das klingt faszinierend!“ Bei seinem Besuch an der Hochschule für angewandte Forschung und Kunst (HAWK) in Göttingen zeigte sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag beeindruckt von der hier entwickelten Plasmatechnologie.

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zeigte sich beeindruckt.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Drei mal habe er den Besuch verschieben müssen, entschuldigt sich Weil. Er sei froh, dass Gabriele Andretta, Göttinger SPD-Landtagsabgeordnete, ihn immer wieder darin erinnert habe. Die HAWK ist die forschungsstärkste Fachhochschule in Niedersachsen, mit ihrem Projekt „Plasma for life“ hat sie gerade 6,5 Millionen Euro Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten.

Prof. Wolfgang Viöl, Vizepräsident der HAWK, leitete den Ministerpräsidenten durch verschiedene Labore im Anwendungszentrum für Plasma und Photonik auf den Zietenterrassen. Plasma, so Viöl, sei so etwas wie der 4. Aggregatzustand. Ionisiertes Gas, das in der Oberflächenbearbeitung eine große Rolle spiele, etwa bei Holz oder im Autobau. Dünne Schichten lassen sich dank der Technologie hervorragend auftragen. Aber auch in der Medizin findet Plasma Anwendung.

Wird Haut etwa mit Plasma behandelt, werden Viren, Pilze und Bakterien getötet, die Zellen bleiben unbeschädigt. Ein Läusekamm mit Plasma tötet die Läuse, ein Staubsauger entfernt Milben vom Teppich. Dass das Plasma auch multiresistente Keime abtöten kann, begeistert Weil. „Kann man damit auch die Verkeimung in Krankenhäusern besser bekämpfen“, fragte der Politiker. Ja könne man, so Viöl. Für die verbreitete Anwendung seien aber klinische Studien nötig. Und dafür weitere Forschungsgelder.

Auch die Abgastechnologie ist ein Thema, Viöl ist sich sicher, dass seine Forscher da gute Ansätze für VW bereithalten. Weil gestand am Ende des Rundgangs: „Ich konnte mir nicht so recht vorstellen, was Plasma ist“. Die Anwendungsmöglichkeiten aber faszinieren ihn. Eine echte Querschnittstechnologie, die die Landesregierung an der HAWK weiter unterstützen wolle.

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