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Mit Posaune, Orgel und Gitarre

Hildesheim Mit Posaune, Orgel und Gitarre

Wer sind die Menschen, die Gitarrengruppen, Bands und Gospelchöre leiten und Musik in Kirchen erklingen lassen? Wissenschaftler legen eine Studie zur Lage der Kirchenmusik vor. Im ländlichen Raum haben kleiner werdende Kirchchöre, Ensembles und Organisten mit Nachwuchssorgen zu kämpfen.

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Gospelchor „New Voice of Gospel“ in der Kirche in Rollshausen.

Quelle: r

Hildesheim. Dr. Thomas Renz, Kulturpolitikforscher an der Universität Hildesheim, stellt Ergebnisse einer empirischen Studie zur Lage der Kirchenmusik in Niedersachsen vor. Im Auftrag des Verbands der Kirchenmusiker in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers hat das Hildesheimer Forscherteam die Arbeitssituation von Kirchenmusikern untersucht.

Im ländlichen Raum haben kleiner werdende Kirchchöre, andere Ensembles und auch Organisten mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. 2015 wurden mehr als 1000 Kirchenmusiker in Niedersachsen befragt, außerdem wurden ein Dutzend qualitative Interviews geführt. Das Feld ist sehr heterogen, sagt Renz. Von quirligen Kinderchören über mitreißende Gospelchöre bis zu Orgelkonzerten auf musikalisch höchster Qualität in der tiefsten Provinz in kleinen Dörfern. „In den Städten gibt es hauptamtliche A- und B-Musiker, sie gestalten oft das kulturelle Leben weit über den Kirchenraum mit. In ländlichen Räumen sind sie oft eine der wenigen professionellen Musiker. Überall gibt es zudem neben- und ehrenamtliche Musiker, die oft seit Jahrzehnten Orgel im Gottesdienst spielen oder Kirchenchöre leiten.“

In der Studie werden die unterschiedlichen Arbeitsfelder beschrieben. „Es wird deutlich, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Folgen des demografischen Wandels abzufedern. Auch stellt sich für Kirchenmusik zunehmend die Frage, wie sie mit neuen Musikansprüchen der ehrenamtlichen Musiker umgeht“, sagt Renz. „Diese Gruppen tragen einen wichtigen Teil zur lokalen Kultur bei, stehen aber vor großen Herausforderungen in der Zukunft“, ergänzt der Forscher. b

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