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Mitarbeiter befragt: „Gute Ergebnisse gebracht“

Erste Mitarbeiterbefragung an Zentralverwaltung der Universität Mitarbeiter befragt: „Gute Ergebnisse gebracht“

Die Universität Göttingen und ihr Management haben sich in den vergangenen zehn Jahren stark verändert. Wie die Mitarbeiter der Zentralverwaltung ihre Arbeitssituation bewerten, war Thema einer Befragung. In dieser Woche wurde das Ergebnis aus 602 ausgewerteten Fragebögen den Beschäftigten vorgestellt.

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Eine der drei Informationsveranstaltungen: Ergebnis der Mitarbeiterbefragung vorgestellt.

Quelle: SPF

An 871 Mitarbeiter wurden die Fragebögen ausgegeben, fünf Seiten mit 28 Fragen waren zu beantworten. Antworten, die der Universitätsleitung und dem Personalrat Aufschluss geben sollen über „Zufriedenheit und Identifikation mit dem Arbeitgeber Stiftungsuniversität“.

Die Befragung mit einer hohen Beteiligung von 73 Prozent hat nach Ansicht des Personalratsvorsitzenden Johannes Hippe „gute Ergebnisse gebracht“. Auch wenn in einzelnen Bereichen deutliche Kritik geübt wird – zu geringe Aufstiegschancen, hohe Arbeitsintensität oder zu geringer Informationsfluss –, sei der Bericht „ein Fundus für Arbeitnehmer und Abteilungsleiter, weil er viele Handlungsmöglichkeiten gibt“, meint Hippe. Zudem sei die Befragung ein Anliegen des Personalrates der Universität gewesen. In Kooperation mit der Firma „DGB-Index Gute Arbeit“ wurde das 25    000 Euro-Projekt umgesetzt.
Markus Hoppe, hauptamtlicher Vizepräsident der Universität und für die Zentralverwaltung (ZVW) zuständig, will bis zum Ende des Wintersemesters drei zentrale Maßnahmen einleiten, die sich aus den Antworten der Mitarbeiter ergeben haben, um „den Worten Taten folgen zu lassen“. Dazu gehört die Qualifizierung der 130 Führungskräfte der ZVW, das Projekt „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ und der Ausbau des „Familien-Service“ der Universität mit weiteren Angeboten in der Kinderbetreuung.

Die von den Beschäftigten als „eher gering“ eingestufte Einkommens- und Beschäftigungssicherheit ist für Hoppe ein überraschendes Ergebnis, weil der Arbeitgeber Stiftungsuniversität betriebsbedingte Kündigungen weiterhin ausschließen will. Der Vizepräsident erklärt die Einschätzung mit der „Verunsicherung durch die allgemeine gesellschaftliche Situation“. Denn andererseits fühlen sich die Mitarbeiter stark an die Universität gebunden und geben nur eine geringe Bereitschaft an, den Arbeitsplatz bei Gelegenheit zu wechseln, auch wenn sie an anderer Stelle die geringen Aufstiegschancen beklagen.

Das für Personalrat und Universitätsleitung zufriedenstellende Ergebnis der Umfrage ergibt sich auch aus guten Werten zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ebenso wie aus der Zufriedenheit der Hälfte des befragten Personals über die Arbeitsbedingungen. Vizepräsident Hoppe lobt die Bereitschaft von mehr als zwei Drittel der Mitarbeiter, Verbesserungen umzusetzen.

In dieser Woche wurden die Mitarbeiter der Zentralverwaltung in drei Veranstaltungen über die Beschäftigtenbefragung der Universität Göttingen 2010 informiert. Auf der Homepage der Universität ist der 70-seitige Ergebnisbericht einzusehen. „Vergleiche mit anderen Hochschulen sind schwierig, weil keine andere es so durchgeführt hat“, erklärt Personalratsvorsitzender Hippe. Ihn hat es überrascht, dass andere Hochschulen hier nicht besser aufgestellt sind als Göttingen.

In der Zentralverwaltung soll voraussichtlich in fünf Jahren wieder eine Mitarbeiterbefragung erfolgen. Hoppe will außerdem, dass die gesamte Universität einbezogen wird.

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Die Arbeitsbedingungen aus Sicht der Beschäftigten waren das Thema der ersten Mitarbeiterbefragung an der Stiftungsuniversität. Arbeitgeber, die das wissen wollen und Geld für so einen Auftrag ausgeben, meinen es ernst mit ihrem Interesse an ihren Leistungserbringern.

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