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Letztes Abenteuer für Cassini

Raumsonde im Saturnsystem Letztes Abenteuer für Cassini

Für die NASA-Raumsonde Cassini beginnt das letzte Abenteuer ihrer fast 13-jährigen Entdeckungstour im Saturnsystem. Sie schwenkt am Freitag, 21. April, in Umlaufbahnen ein, die sie zwischen den Gasriesen und seinen innersten Ring führen. Am 26. April durchquert Cassini dieses Neuland zum ersten Mal.

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Diese Computergrafik der NASA zeigt die Raumsonde Cassini am Saturn.

Quelle: dpa

Göttingen. Auch den Forschern am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) bieten die geplanten Manöver Zugang zu einem noch weißen Fleck auf der Karte des Saturnsystems. Bevor die Sonde Mitte September auf Kollisionskurs mit dem Planeten geht, hoffen sie, sich ein umfassendes Bild von den geladenen Teilchen und Magnetfeldern in nächster Nähe des Saturn zu machen.

Kleine Monde und schwache Ringe

Das nahende Ende der Cassini-Mission ist vor allem den Treibstoffreserven der Raumsonde geschuldet, die nach fast 20-jährigem Flug durchs All nun zur Neige gehen. In den Monaten vor den endgültigen Aus im September sind nun Flugbahnen geplant, die etwas riskanter und deshalb zu Beginn einer Mission undenkbar sind.

Die geladenen Teilchen wie Elektronen und Protonen, die sich dort entlang der Feldlinien des Saturn-Magnetfeldes bewegen, waren detaillierten Messungen bisher nicht zugänglich. Diese aufzuspüren ist Aufgabe des Teilchendetektors MIMI-LEMMS, der am MPS entwickelt wurde. „Im Laufe der Mission konnten wir Energie und Verteilung von Elektronen und Protonen in größerem Abstand zum Saturn umfassend bestimmen“, so Dr. Norbert Krupp vom MPS, Leiter des MIMI-LEMMS-Teams. Solche Daten lassen beispielsweise Rückschlüsse auf die Lage kleiner Monde und schwacher Ringe zu. „Auf geladene Teilchen wirken sowohl Ringe, als auch Monde wie eine Art kosmischer Staubsauger“, erklärt Dr. Elias Roussos vom MPS. „Ihre Bahnen sind deshalb weitestgehend frei von solchen Teilchen.“ Die Lücken in der Teilchenverteilung verraten somit ihre „Staubsauger“.  pek/r

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