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Nachteil der Größe

Göttinger Studie über Pflanzen Nachteil der Größe

Die Größe von Pflanzen bestimmt die Artenzahl der sie besiedelnden Organismen. Das haben Agrarökologen der Universität Göttingen am Beispiel von mehr als 20 Kreuzblütler-Arten und ihren assoziierten Pflanzenfressern, natürlichen Gegenspielern und Bestäubern festgestellt, teilte die Hochschule mit.

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Die Versuchsfläche mit zufällig angeordneten Parzellen mit Kreuzblütler-Arten unterschiedlicher Größe.

Quelle: EF

Göttingen. Die Wissenschaftler untersuchten Pflanzen mit einer Größe von 10 Zentimetern bis 1,30 Meter. Die größten untersuchten Pflanzen hatten im Gegensatz zu den kleinsten untersuchten Pflanzen eine 2,7-fach höhere Artenzahl besiedelnder Tiere.

 
 Die Studie zeigt, dass die Größe von Pflanzen für die Struktur, den Reichtum und das Funktionieren von Lebensgemeinschaften überaus bedeutsam ist. „Allerdings ist dieser Reichtum an Arten bei großen Pflanzen nicht nur ihr Vorteil, da große Pflanzen zwar von vielen Bestäubern, aber auch stark von Pflanzenfressern heimgesucht werden“, betont Dr. Hella Schlinkert, Leiterin der Studie. „Große und damit auffällige Pflanzen erleiden einen weit größeren Fraßschaden an ihren Blüten als kleine Pflanzen.“

 
Dr. Catrin Westphal und Prof. Teja Tscharntke, die die Arbeit betreuten, ergänzen: „Gerade die mit der Größe einhergehende höhere Attraktivität pflanzlicher Ressourcen sollte stärker bei Planungen berücksichtigt werden. Je nach Größe der Pflanzenart gibt es ganz unterschiedliche Auswirkungen auf das Funktionieren von Ökosystemen.“ pug

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