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Neubau und Grundsanierung an der Fakultät für Chemie in Göttingen

„Wahnsinnswichtige Sache“ Neubau und Grundsanierung an der Fakultät für Chemie in Göttingen

Die Arbeiten für erste Bereiche der Sanierung des Gebäudes der Fakultät für Chemie sind abgeschlossen. Am Mittwoch wurde im Wöhler-Hörsaal vorgestellt, was neu oder saniert ist. Damit sind Bauarbeiten in Höhe von 15,8 Millionen Euro der mit 98 Millionen Euro kalkulierten Bausumme erfolgt, teilte Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel mit.

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Besichtigen die Feinmechanik-Werkstatt: Bürgermeister Wilhelm Gerhardy, Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel, Werkstattleiter Volker Meyer, Institutsleiter Andreas Janshoff, Rainer Bolli vom Gebäudemanagement, Dekan Phillipp Vana und Bürgermeisterin Helmi Behbehani (v. l.).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die 1970 auf dem Nordcampus errichteten Gebäude der Fakultät für Chemie sind, so Beisiegel, hinsichtlich „Bausubstanz, Technik und Ausstattung nicht mehr so toll“ und in die Jahre gekommen.

2012 wurde mit der Grundsanierung bei laufendem Betrieb begonnen. 2026 ist der Abschluss der Bauarbeiten geplant, möglicherweise wird er früher realisiert werden können: „Wir wollen die Sanierung der Praktikaräume für die studentische Ausbildung anders als anfangs vorgesehen umsetzen und so hoffentlich zwei bis vier Jahre gewinnen“, sagte Rainer Bolli, Leiter des Gebäudemanagements der Universität Göttingen.

Das Sanierungsvorhaben ist das derzeit größte Bauprojekt der Universität. Die Besonderheit ist die Modernisierung im für Forschung und Lehre weiterhin genutzten Gebäude an der Tammannstraße.

Die Fakultät müsse arbeitsfähig bleiben; ihre Angehörigen in den nächsten Jahren den Arbeitsalltag mit Baulärm und Provisorien ertragen, erklärte Dekan Prof. Phillipp Vana.

Beisiegel und Vana betonten, dass die „Chemie ein wichtiger Player in der Wissenschaft“ über den Göttinger Campus hinaus ist. Der neue Labortrakt sei für das Forschungsprofil der Fakultät entscheidend. Die modernisierten Gebäude sorgten für attraktive Bedingungen für Lehre und Forschung, die dem Forschungsstandort auch international Geltung bringen.

Die Arbeiten für erste Bereiche der Sanierung des Gebäudes der Fakultät für Chemie sind abgeschlossen. © Hinzmann

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Entsprechend der aktuellen Anforderungen ist das Chemikalienlager neu gebaut worden. Bisher lagerten die Materialien an zwei Standorten. Auch die bisher drei Werkstätten der Fakultät - Elektronik, Feinmechanik und Glas - sind nun in einem Kompetenzteam zusammengefasst.

Maschinenbauingenieur Volker Meyer, Leiter des Werkstättenbereichs Feinmechanik, erklärte den Gästen beispielsweise die fünfachsige CNC-Fräsmaschine, mit der hochwertigste Geräte für Experimente nach den Vorgaben der Wissenschaftler angefertigt werden. Das eigene Personal in eigenen Werkstätten, so Beisiegel, ist eine „wahnsinnswichtige Sache. Ihre Arbeit ist unbezahlbar.“

Dass andere Universitäten und Forschungsinstitute die Göttinger Chemie-Fakultät um den Sachverstand ihres Werkstätten-Teams und die maschinelle Ausstattung beneiden, hatte auch Dekan Vana angesprochen: „Sie erhalten unsere Forschungsgeräte oder fertigen neue an.“

In neuen Räumen ist das Institut für Physikalische Chemie (IPC) von Prof. Andreas Janshoff untergebracht. Sein Team hat bereits in sanierten und neu ausgestatteten Laboren die Arbeit aufgenommen. Ein wichtiger Arbeitsraum für die Abteilung ist der AFM-Messraum mit dem Atomkraft- oder Rasterkraftmikroskop.

Für dessen Messungen atomarer Kräfte auf der Nanometerskala verfügt der Raum über eine schwingungsisolierte Bodenplatte. Und die dürfte in Zeiten von Bauarbeiten in direkter Nachbarschaft erst recht eine notwendige Investition sein.

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