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Neue Gastronomie in Alter Mensa

Bauarbeiten am Wilhelmsplatz Neue Gastronomie in Alter Mensa

Augusta soll das Restaurant heißen, das der Friedländer Gastronom Daniel Raub im Dezember in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz 3 eröffnen will. Er pachtet das 200 Quadratmeter große Kellergewölbe. Die Universität, seit 2012 Eigentümerin, saniert die Räume für 350 000 Euro.

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Auf der Baustelle: Robert Förster (rechts) vom Universitätsbaumanagement und Gastronom Daniel Raub.    

Quelle: Wenzel

Göttingen. „Wir senken den Boden um 40 Zentimeter ab, sodass wir eine Raumhöhe von bis zu drei Metern erreichen“, erläutert Robert Förster vom Gebäudemanagement der Hochschule. Das macht es notwendig, die Säulen und die Außenwände, auf denen das 1825 errichtete Gebäude ruht, neu zu gründen. Das erfolgt Abschnitt für Abschnitt. Bauarbeiter gießen jeweils neue Betonfundamente. Holzständer stützen unterdessen das Gewölbe, damit das Gebäude nicht einstürzt.

Bei den Erdarbeiten kam ein Brunnen zum Vorschein. „Er stammt wahrscheinlich aus dem 16. oder 17. Jahrhundert“, berichtet Archäologe Frank Wedekind, der die Baumaßnahme begleitet. Der Brunnen gehöre nicht zum Barfüßerkloster, das Bettelmönche bis 1533 im Bereich des heutigen Wilhelmsplatzes betrieben.

Der Gewölbekeller erhält einen zweiten Zugang, eine Belüftungsanlage wird installiert. Die Universität hat das Restaurant 2015 zur Pacht ausgeschrieben. Es soll das Tagungshaus ergänzen, das die Hochschule im Februar dieses Jahres im Gebäude eröffnet hat. „Gastronomie hat es am Wilhelmsplatz 3 immer gegeben“, sagt dazu Förster.

Mit fünf interessierten Gastwirten führte die Hochschule Gespräche. Raub vom Friedländer Hotel und Restaurant Biewald setzte sich durch. „80 Sitzplätze wird das Restaurant haben, 20 davon in einem Séparée“, kündigt der Gastronom und Küchenchef an. Deutsche und französische Hausmannskost wolle er anbieten. Lange habe er nach einem Standort in Göttingen gesucht. Die Innenstadtlage am Fuße des Ostviertels überzeuge ihn. Zudem sei die Universität ein „verlässlicher Partner“. Raub will das Restaurant anfangs nur abends öffnen. Drei Festangestellte würden in der Küche, drei im Service arbeiten. Das Personal werde aufgestockt, wenn er die Öffnungszeiten erweitere.

Im Gewölbekeller befand sich seit Mitte der 70er-Jahre der Jazz-Club Blue Note. Seit den 90er-Jahren wurde er als Disco genutzt. Den Pachtvertrag mit dem letzten Betreiber, Farzad Ahmadi-Naini, ließ die Universität Ende 2014 auslaufen. Sie hat das Gebäude 2012 vom Studentenwerk übernommen.

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