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Neue Weltkarte der Artenvielfalt erstellt

Biogeografie Neue Weltkarte der Artenvielfalt erstellt

Wie sind Tier- und Pflanzenarten auf der Erde verteilt? Seit 150 Jahren werden die Grenzen zwischen so genannten Bioregionen, die die Muster biologischer Vielfalt auf Kontinenten und global beschreiben, kontrovers diskutiert.

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Charakteristisch für die Neotropische Bioregion: Totenkopfäffchen im bolivianischen Tiefland-Regenwald.

Quelle: pug

Der Göttinger Biogeograf Prof. Holger Kreft hat nun gemeinsam mit Prof. Walter Jetz von der Yale University ein neues Verfahren entwickelt, mit der sie eine neue Weltkarte der Artenvielfalt von Säugetieren erstellt haben. Diese weicht von früheren klassischen Einteilungen ab.

In einer Analyse stießen die Wissenschaftler einerseits auf Ähnlichkeiten mit klassischen Einteilungen, definierten aber Regionen biogeografisch neu: Die Ergebnisse bestätigen die Einteilung in die sechs globalen Regionen Paläarktis und Nearktis auf der Nordhalbkugel sowie Afrika, Orientalis, Neotropis und Australien. Diese Einteilung geht zurück auf Alfred Russel Wallace, einem der Gründerväter der Biogeografie. „Allerdings ordnen wir zum Beispiel Madagaskar wegen seiner einzigartigen Säugerfauna anders zu.

Auch die klassische Wallace-Linie, die die Region Orientalis vom Australischen Reich trennt, verläuft nach unseren Berechnungen viel weiter östlich“, so Kreft. Das neue Verfahren der beiden Wissenschaftler basiert auf einer Clusteranalyse von digitalen Daten, die weltweit verfügbar sind.

pug/fh

Neue Weltkarte der Bioregionen für Säugetierarten: Ähnliche Farbtöne symbolisieren Regionen mit ähnlicher Säugetierfauna. Die schwarzen Grenzen wurden mit Hilfe computerbasierter Clusterverfahren berechnet und weisen biogeografische Regionen mit einer eigenständigen Säugerfauna aus.

Quelle: pug
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