Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Neuer Film über Göttinger Wolkenforschung

„Die Poesie der Wolken“ Neuer Film über Göttinger Wolkenforschung

Wenn Prof. Eberhard Bodenschatz über sein Forschungsgebiet erzählt, geht es um Tropfen und Tröpfchen, aber auch um Wind, Strömung, Systeme und Regen. Im Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS)forscht Bodenschatz im Bereich der Wolkenforschung und ist dabei der Frage auf der Spur, wie sich eine Wolke organisiert und entwickelt. Dazu werden am Institut eine Reihe von Experimenten gemacht. Einige davon finden in Göttingen statt, der Film „Die Poesie der Wolken“ zeigt in neun Minuten, wie ein Aufbau für eines der Experimente an die Stelle kommt, wo Wolken tatsächlich zu finden sind – auf die Zugspitze.

Voriger Artikel
Göttinger Forscher entdecken Wechselwirkung bei Pilzen und Pflanzen
Nächster Artikel
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen begrüßt fünf neue Mitglieder

Wolkenfänger am Max Planck Institut für Dynamik und Selbstorganisation:  Eberhard Bodenschatz und Jan Molacek (rechts).

Quelle: Vetter

Göttingen. Im Film, der im Internet auf der Homepage des MPIDS und auf Youtube zu finden ist, geht es darum, wie eine 5,5 Tonnen schwere Unterbaukonstruktion aus Stahl an die Forschungsstation am Schneefernerhaus auf der Zugspitze gebracht wird – und damit auf eine Höhe von über 2600 Metern. Mit einem Helikopter wird die Konstruktion, die wie eine Wippe aussieht und in Göttingen und Kassel konstruiert und gebaut wurde, auf Deutschlands höchsten Berg geflogen.
Auf dieser Wippe wird eine Messstation angebracht, die sich hin- und herfahren lässt. Damit lassen sich innerhalb der Wolke Partikel und Strömungen in ihrer Bewegung aufzeichnen. „Dieses Mitfahren in einer Wolke machen nur wir“, betont Bodenschatz den Stellenwert des Experiments.

Warum Wolkenforschung eine relevante Forschungsrichtung ist, bringt Bodenschatz im Film auf eine einfache Formel: „Wenn wir Wolken besser verstehen würden, könnten wir das Klima wesentlich besser vorhersagen.“ So werden globale Klimaverhältnisse durch Wolken massiv beeinflusst. „Je nachdem, wie die Wolken gerade sind, können sie die Erde heizen oder kühlen“, vereinfacht Bodenschatz. Aber die Wissenschaftler versuchten auch,  lokale Wetterereignisse mit Hilfe des Experiments besser zu verstehen. Als Beispiel nennt Bodenschatz Gewitter, deren genaue Lokalisation heutzutage noch nicht vorherbestimmt werden können. Auch auf solche Fragen erhofft sich der Wissenschaftler Antworten durch das Experiment auf der Zugspitze. Die ersten Versuche werden dort im Mai gefahren. Wie lange die Untersuchungen dauern werden, kann Bodenschatz nicht sagen. Man habe aber, das stellt der Wolkenforscher klar, mindestens für fünf Jahre damit zu tun.

Das Schneefernerhaus an der Zugspitze. idw

Das Schneefernerhaus an der Zugspitze. idw

Quelle:
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ausstellung „on/off“ über den Nobelpreis in der Alten Mensa Göttingen