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Neuer Forschungsschwerpunkt an der Göttinger HAWK

„Zeitgemäße Holzlogistik“ Neuer Forschungsschwerpunkt an der Göttinger HAWK

Eine effizientere und gerechtete Gestaltung der Holzlogistikkette in Südniedersachsen ist Ziel eines neuen Forschungsschwerpunktes an der Fakultät Ressourcenmanagement der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen. „FairLog 2020 – zeitgemäße Holzlogistik“ ist Titel des Projektes.

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Kontrolle auf einem Holzlagerplatz.

Quelle: dpa

Göttingen. Die knapper werdenden Holzressourcen stellen die deutsche Forst- und Holzwirtschaft bei gleichzeitig steigenden Energiekosten vor zunehmende wirtschaftliche Probleme. Deutschland hat weltweit betrachtet die höchsten Rohholzpreise. Außerdem verringern hohe Logistikkosten die Wettbewerbsfähigkeit der international agierenden Holzwirtschaft.

Abweichend von den Logistikketten anderer Branchen findet der Eigentumsübergang des Holzes an den Käufer noch am Waldweg, dem Produktionsort statt. Der Ferntransport wird vom Käufer selbst organisiert, die Holzlogistikkette ist an der Stelle unterbrochen. Ganzheitliche Ansätze für die Lösung dieses Problems sind ausgeblieben.

Ein weiteres grundlegendes Problem der Holzlogistikkette: Im Handel zwischen Waldbesitzer und Holzkäufer muss das Holz/die Leistung nach einem eichfähigen Maß abgerechnet werden. Trotz moderner Technik gibt es derzeit nur ein Maß, das dieses Kriterium erfüllt: das Werkseingangsmaß im holzbearbeitenden Betrieb.

Notorisches Misstrauen der Beteiligten

Dieses steht jedoch am Ende der Bereitstellungskette, was zum einen die zeitnahe Entlohnung der Dienstleister erschwert und zum anderen ein notorisches Misstrauen nahezu aller Beteiligten der Holzlogistikkette untereinander verursacht. In den meisten Bundesländern wird das Holz zurzeit dreimal vermessen.

Das Forschungsprojekt „FairLog 2020“nennt als Arbeitsziele die Weiterentwicklung bestehender Messmethoden für die Waldvermessung von Rohholz für eine gerechtere und schnellere Entlohnung sowie die Entwicklung neuer technischer Verfahren zur Güteansprache von Holz, die bislang beim Einsatz hochmechanisierter Holzernteverfahren (Harvester) noch keine Berücksichtigung finden.

Moderiert werden solle zudem ein Prozess, der die Akteure der Holzwirtschaft zusammenführt und zu einem verbesserten Verständnis beitragen soll.

Das Projekt wird mit rund einer Million Euro aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab – Fördermittel der Volkswagenstiftung, die das Land Niedersachsen verteilt – für fünf Jahre gefördert.

chb/eb

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